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Projekt: „Jobtausch für einen Tag“. Vom Chefsessel in die Kaserne

Seine Stimme hat Gewicht, in der Wirtschaft und im Sport. Manche nennen ihn scherzhaft das „Kind im Ohr“. Die Rede ist von Martin Kind, Eigentümer eines der führenden Unternehmen für Hörgeräteakustik und Präsident von Hannover 96. Ein Mensch, der Herausforderungen liebt. Deshalb ließ er sich auch Anfang Mai auf ein Experiment ein: einen berulichen Seitenwechsel.


Einen Tag bei der Bundeswehr: Martin Kind


Im Rahmen der Vorbereitungen auf den Tag der Bundeswehr nahm er am Projekt „Jobtausch für einen Tag“ teil. „Er ist mein Wunschkandidat gewesen“, freut sich sein Tauschpartner Oberst Eckart Keller, Kommandeur der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr in der hannoverschen Emmich- Cambrai-Kaserne.

Mit einer gehörigen Portion Neugier

470 Soldaten und zivile Mitarbeiter unterstehen seinem Gast für einen Tag. Eigentlich nichts Neues für einen Mann, der es gewohnt ist, ein weltweit agierendes Unternehmen mit 3.000 Mitarbeitern zu führen. Dennoch habe er großen Respekt vor dieser Aufgabe, gibt Kind unumwunden zu. Hinzu komme eine gehörige Portion Neugier: „Ich sehe das Leben als Mehrfachstraße. Man muss sich öfnen und kann dadurch viel voneinander lernen.“

Ein Mann, ein Wort. Und so sitzt er erst einmal im blauen Cordanzug zwischen lauter Oizieren in Flecktarn und lässt sich erklären, was ihn erwartet. Die Schule sei, so Keller, eine der modernsten innerhalb der Streitkräfte. „Die Bilder, die ich vorher im Kopf hatte, waren noch die der alten Bundeswehr“, verrät der Konzernchef anschließend. Es seien Geschichten aus zweiter Hand, denn als sogenannter „weißer Jahrgang“ habe er keinen Wehrdienst geleistet.
Dass die Feldjäger früher als „Schülerlotsen in Uniform“ bezeichnet wurden, sei ihm deshalb ebenso wenig bewusst gewesen wie die Tatsache, dass sie im Einsatz die Ersten seien, die am Tatort ermittelten, und die Letzten, die die gefallenen Soldaten zu Gesicht bekämen, bevor deren Särge für die Rückführung versiegelt würden.


Feldjäger hautnah


Stets im Mittelpunkt: der Mensch

Auch dass alle 750 Sportsoldaten der Schule für Feldjäger und Stabsdienst unterstellt sind, war ihm neu. Ein Thema, das die Augen des Hannover-96-Präsidenten jedoch zum Leuchten bringt. Und natürlich landet man auch immer wieder beim runden Leder. Er selbst sieht das gelassen: „Die Stärke des Fußballs ist, dass jeder mitreden kann. Aber das ist auch seine Last.“ Was seinen Verein angehe, sei er sehr kritisch. Aber er habe nun einmal die Verantwortung übernommen und müsse innerhalb der Rahmenbedingungen agieren. „Das ist übrigens kein großer Unterschied zum Dienst in der Bundeswehr“, findet er.

Die „stringenten Strukturen“ der Armee begeistern ihn: „Davon kann auch die Wirtschaft proitieren.“ Manches sei moderner, als er es erwartet habe – das Personalwesen zum Beispiel. „Das ist bei uns SAP-gestützt“, erklärt der Leiter Lehre und Ausbildung, Oberstleutnant Dirk Weschollek. Hier sei die Bundeswehr weiter als so manches Unternehmen, lobt Kind.

Der Ansatz, dass der Mensch stets im Mittelpunkt stehe, gefällt ihm, und auch der hohe Grad der Authentizität: „Die Vorbild- Kind gesteht: „Früher wollte ich Rennfahrer werden.“ funktion ist ein ganz entscheidender Punkt beim Führungspersonal. Wenn man nicht glaubwürdig rüberkommt, hat man verloren.“


Kind gesteht: „Früher wollte ich Rennfahrer werden.“


Wirtschaft und Bundeswehr – gar nicht so unterschiedlich

Später bei der Einweisung in die Raumschießanlage wird der Unternehmer von Major Markus Rettinghaus lernen, dass nur Soldaten mit Einsatzerfahrung hier lehren dürften: „Aufgrund dieses Wissenstransfers sind wir im Bereich des Personenschutzes mittlerweile Marktführer.“ Diese „hohe Dynamik“ bei der Unterrichtsgestaltung imponiert Martin Kind: „Da sind Sie viel schneller und efektiver als die Wirtschaft mit ihren teilweise sehr veralteten Ausbildungs- und Lehrinhalten.“

Im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leib erlebt er diese Flexibilität bei der Fahrausbildung der Soldaten. Auf 42.000 Quadratmetern asphaltierter Fläche wird all das nachgestellt, was den Fahrer eines VIP in der Realität erwarten kann. „Wir können sogar Wasserhindernisse dazuschalten. Das ist einmalig in Europa“, schwärmt Oberstabsfeldwebel Rüdiger Vorpahl, Truppenfachlehrer Feldjägereinsatztechniken Fahren. Und los geht’s. Sein „Fahrschüler“ ist fasziniert. Rasante Manöver, hohe Beschleunigung, der Rausch der Geschwindigkeit. Und keine Minute wird dabei die Kontrolle verloren. „Früher wollte ich Rennfahrer werden“, gesteht Kind hinterher lachend.

Andere Dinge sieht er hingegen eher kritisch als sportlich. Dass die IT-Anlage teilweise von einer zivilen Firma gewartet wird, moniert der Manager. Er sei generell für In-House-Lösungen, weil er das Know-how im Konzern behalten wolle. „Der Soll- Ist-Vergleich zwischen der Wirtschaft auf der einen und der Bundeswehr auf anderen Seite fällt gar nicht so unterschiedlich aus“, resümiert Martin Kind daher am Ende seines Jobwechsel- Tages.

Text: Colla Schmitz,
Fotos: Kai-Axel Döpke, Schule für Feldjäger und Stabsdienst



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