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Der
Traditionsverband 731
als Sparte der Feldjägerkameradschaft soll allen die nicht
mehr als aktive
Soldaten oder beorderte Reservisten geplant sind ermöglichen,
sich weiter ein
Stück am Leben der Feldjäger zu beteiligen. Gerade
jetzt in den Zeiten der
Auslandseinsätze ist Verbundenheit mit der aktiven Truppe
wichtig. Ebenso zur
positiven Meinungsbildung im Alltagsleben.
Alle
Soldaten der unten angesprochenen Einheiten werden gebeten, sich an
nachträglich
aufgeführte E-Mail zu wenden, falls sie noch nicht ihr
Interesse als aktives
Mitglied im TV 731 bekundet haben. (Es entstehen bei Mitgliedschaft in
der Kam.d.FJg
keine zusätzlichen Kosten.)
Meldung bei :
Johannes Krichel
kdfjgkoeln@online.de
OV
Köln / Bonn
oder
Hans-Joachim
Vogt
hjvogt@fst-ahlen.de
OV
Münster
Fax
: +49 23 82 94 08 57
Ziel
des Traditionsverbandes ist es, den nicht MOB geplanten ehemaligen
Soldaten der
aufgelösten Bataillone 731, 732 und 733 und
des Feldjägerbataillons (730) 252 die Möglichkeit zu
geben, weiterhin mit der
aktiven Truppe in Verbindung zu bleiben und sich auf den
Veranstaltungen mit
dem neuen Material der Feldjägertruppe vertraut zu machen.
Auch
soll auf den Schießveranstaltungen der Umgang mit den Waffen
der
Feldjägertruppe weiter geübt und geschult werden.
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von links :
StFw d.Res. Johannes
Krichel – StFw
d.Res. Reinhard Hecht
– OTL d. Res.
Rainer Schoenfisch –
StFw d.Res. Hans-Joachim Vogt
– OTL
a.D. Hermann-Josef Höngesberg
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| Bildungsreise TVB 731 nach München |
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Auch dieses Jahr stand wieder eine Bildungsreise des
Traditionsverbandes TVB 731 an. Schon im letzten Jahr wurden die Unterkünfte in
München in der Sanitätsakademie geblockt. Die Teilnehmer der Bildungsreise
trafen sich am 03.11. in der Waldkaserne in Hilden. Aufgrund des Wunsches
vieler Teilnehmer, den Termin spät im Jahr stattfinden zu lassen, wurde diesmal
der Termin im November festgelegt – dies birgt natürlich ein erhebliches Risiko
– nämlich das nicht kalkulierbare Wetter. Aber der Wettergott hatte es mit uns
gut gemeint – und so konnten die Teilnehmer von der Sonne begleitet ein paar
herrliche und interessante Tage miteinander verleben. Bevor es dann nun endlich
losging, mussten noch einige Unwegbarkeiten beseitigt werden, da der Bus nicht
wie geplant vor Ort war. Dank pragmatischer Hilfe vom FJgBtl 252 konnte auch
diese Klippe umschifft werden und die Fahrt fortgesetzt werden – auch hier
nochmals herzlichen Dank ans Bataillon. Alle Teilnehmer erreichten München bei
guter Laune.
Oberstleutnant d. Res. CIPOLLA (gespiegelter S3Stabsoffizier) des
FJgBtl 451 begrüßte die Gäste herzlich im Namen der Bataillonsführung. Danach
erhielten alle ihre Stubenschlüssel und nach Bezug der Unterkünfte stand schon
die erste nächtliche Exkursion auf der Tagesordnung. Es stand die Erkundung der Münchner
Innenstadt auf Schuster`s Rappen auf dem Tableau. Hier bietet München eine
Vielzahl von Sehenswürdigkeiten – manchmal auch abseits der Touristenpfade.
Durch die lange Anreise und auch bei der Erkundung sichtlich angestrengt, stand
der Einkehr im vorgebuchten Augustinerbierkeller nichts mehr im Weg. Bei einer
deftigen bayrischen Mahlzeit und einem zünftigen Bier besprach man das weitere
Programm der nächsten Tage. Das gemütliche Kellergewölbe und das rege Treiben
in der Wirtschaft ließen die Stunden schwinden und es wurde Zeit das Nachtlager
aufzusuchen – schließlich gab es am nächsten Tag ein strammes Programm.
Zwar musste teilweise das Programm abgeändert
werden ( das Landeskriminalamt München hatte kurzfristig seinen Beitrag absagen
müssen), dies tat der Attraktivität des Alternativprogramms aber keinen
Abbruch. Nach dem Frühstück begab sich die Reisegruppe in die fränkische
Schweiz – hier stand die Besichtigung der Burg Greifenstein – dem Stammsitz der
Grafen von Stauffenberg auf dem Programm. Thema unter anderem war auch hier der
Widerstand gegen das Nazi-Regime. Der Verwalter des Schlosses empfing uns
bereits herzlich an der Zugbrücke. Auf einem Schild am Burgtor stand Führung 45
Minuten – nicht für uns – wir hatten eine Exklusivführung, die nach 2 ½ Stunden
leider schon beendet war. Die Führung an diesem geschichtsträchtigen Ort war
extrem kurzweilig und verging wie im Flug. Es gab immer etwas neues
Interessantes zu entdecken oder unser Verwalter hatte wieder etwas aus dem
Nähkästchen der Geschichte zu plaudern. Ich kann mich selten an eine so
spannende und kurzweilige Führung erinnern – unserem Verwalter stand der Witz
aber auch das Wissen buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Fast hätte das
Wandeln in der historisch interessanten Burg
den nächsten Programmpunkt gefährdet. Neben den großen Waffenkammern,
die einen breiten Querschnitt über die Waffentechnologie des Mittelalter und
deren Weiterentwicklung gaben und einige Kuriositäten bargen, ging es dann
weiter bis zu den altertümlichen Schusswaffen bis in die Neuzeit. Sicherlich waren auch die Ausstellungen
seltener und kostbarer Jagdwaffen interessant – insbesondere verbotene Waffen
der Wilderer wie Schießspazierstöcke. Unser Burgführer hatte die Gabe alle
immer wieder in seinen Bann zu ziehen und auf spektakuläre Exponate
hinzuweisen. Eine große Sammlung von
kapitalen Jagdtrophäen zählte ebenfalls zu den interessanten Exponaten. Das
Adelsgeschlecht der Stauffenbergs geht bis weit ins 10. Jahrhundert und dem
entsprechend gibt es auch eine Menge Meilenstein in deren Geschichte – nicht
nur dies aus dem Widerstand. Weitere Räume waren der Militärzeit des
Stauffenbergs gewidmet, die bereits Kriegsteilnehmer 1870/71 waren und die
Exponate gingen bis zum 2ten Weltkrieg zurück.
Grandios und beeindruckend war auch die Privatbibliothek mit allen ihren
alten historischen Schätzen, in der man sich einfach nur einmal einschließen
lassen möchte, um die Werke zu studieren. Sehr lebendig hat unser Burgverweser
auch die Zeit des Widerstandes und die Rolle der gesamten Familie dargestellt.
Vielen war auch nicht bekannt, dass Melitta von Stauffenberg zu den 3 großen
Fliegerfrauen und Testpilotinnen neben Beate Uhse und Hanna Reitsch zählte. Sie
versuchte im April 1945 ihren Mann aus der Sippenhaft mit einem Flugzeug zu
befreien und wurde dabei von amerikanischen Jagdfliegern abgeschossen und
verstarb kurze Zeit später.
Die Schlosskapelle war dann der Abschluss unseres Besuchs
und wir mussten uns sputen die nächste Sehenswürdigkeit zeitgerecht zu
erreichen. Zwar nur wenige Kilometer von
Burg Greifenstein entfernt, liegt eine der schönsten und geologisch
interessantesten Tropfsteinhöhlen Deutschlands – die Binghöhle. Zwar ist diese
Höhle zu diesem Zeitpunkt in Streitberg schon geschlossen, aber für den TVB 731
wurde natürlich eine exklusive Besichtigung vereinbart. Bis zu 60 m tief unter
der Erdoberfläche ging es hinunter. Bizarre Tropfsteine geformt vom Sinter und
Höhlenräume ausgewaschen von Urflüssen, die es nicht mehr gibt. Manche Passage war
nur 1,40 m hoch und manchmal war es auch so eng, dass man sich hindurchzwängen
musste. Eine Art von Forscherdrang kam bei den Höhlenbesuchern auf, als sie auf
eine besondere Spezies als Höhlenbewohner hingewiesen wurde. Hier lebt eine
Krebsart, zwar winzig klein, aber einzigartig in der Natur. Diesen Urkrebs gibt
es nur in diesem Mikrokosmos der Höhle. Nach dem anstrengenden Durchgang durch
die Höhle ging es zum Abstieg durch eine kleine Klamm mit Wasserfall bis man
schließlich den Ort Streitberg erreichte.
Jetzt war es Zeit für eine Stärkung und bei strahlendem Sonnenschein
genoss man das Essen und eine Halbe draußen im Biergarten. Schließlich war es
Zeit „hoam zua fahrn“. Highlight des
Abends war dann das bevorstehende Ritteressen in der „Schandgeige“ einem
historische Restaurant in Mitten Münchens. Verpönt sind hier Gabel und Löffel
und allein mit dem „Kurzschwert“ wurden die Speisen zerteilt. Das opulente 7 Gang Gelage wurde durch
Honigmet und Bier eingeleitet. Riesige weiße Tücher ersetzten die Serviette –
und waren auch bitter notwendig! Während sich das Fleisch mit dem Schwert zerteilen
lässt, lassen sich Rotkraut und anderen Beilagen nur mit den Fingern essen –
entsprechend sahen dann die Tücher aus. Nach Kalbshaxn, Kapaungebein und
Schweinsbraten, kamen noch vielerley Schmakerl auf die Tafel. Das Bier und Met
flossen in Strömen und alle fühlten sich dem Platzen nahe. Quasi Zeit für die
Bettruhe – und Morgen ist ja auch noch ein Tag. Am Samstag stand Münchens
Innenstadt auf dem Programm – Neben den obligatorischen Sehenswürdigkeiten der
Innenstadt wie Rathaus, Frauenkirche Viktualienmarkt und Marienplatz gab es
noch die Möglichkeit zum kurzen Bummel durch die Geschäfte. In Anschluss
verlegten wir nach Rothenburg op der Tauber. Hier stand die Besichtigung der
mittelalterlichen Stadt und das Kriminalmuseum auf dem Programm. Justiz in alter Zeit – für viele unbegreiflich
brutal – aber dennoch spannend - und
trotzdem Vorläufer unserer modernen Justiz – wenn auch manche Beweisaufnahme in
Methodik heute sicherlich etwas weniger „peinlich“ stattfinden würde. Viele
Worte aus dieser Zeit sind heute noch im Sprachgebrauch – Begrifflichkeiten wie
„schwedische Gardinen, gerädert sein, Feuer und Flamme sein oder etwas peinlich
sein sind nur einige Begriffe die sich aus dem Mittelalter und der Justiz
herleiten lassen. Nach der ausführlichen
– und wie sei es auch anders zu erwarten – Exklusivführung , war noch genug
Zeit die Stadt zu erkunden. Viele nutzten das phantastische Wetter und die
mittelalterliche Kulisse zum gemütliche Kaffeetrinken und Bummeln in dieser
traumhaften Stadt. Leider mussten wir schon bald wieder aufbrechen – am Abend
stand der Besuch der Forschungsbrauerei
in Perlach auf dem Programm. Bei deftigen Speisen und reichlich Gerstensaft
wurde die Unterhopfung sehr schnell beseitigt und wir ließen gemütlich den
Abend ausklingen. Der letzte Tag der Exkursion brach an und nach dem Frühstück
wurden die Unterkünfte geräumt und wir verlegt nochmals kurz in die Innenstadt.
Der eine oder andere nutzte die Zeit zum Bummel oder für eine deftige Brotzeit
in einem traditionellen Gasthof. Ab 11.00 Uhr traten wir dann die Rückreise an.
Gegen 19.00 Uhr erreichten wir Hilden und es war wieder einmal Zeit Abschied zu
nehmen und die Ereignisse Revue passieren zu lassen. Leider ist die Zeit
begrenzt und auch diesmal war die Weiterbildungsreise ein schöner Erfolg, der
allen noch in Erinnerung bleiben wird. Auch nächstes Jahr werden wir versuchen,
wieder eine Bildungsreise auf die Beine zu stellen. Hierzu sind natürlich alle Mitglieder der TVB
731 und die aktiven Angehörigen des FJgBtl 252 recht herzlich eingeladen.
Nächstes Jahr soll der Termin wieder etwas früher im Jahr stattfinden – wir
werden schon Anfang des Jahres hier in die Planungsphase gehen. Wir freuen uns
wieder auf spannende und informative Tage mit allen Kameraden.

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Text: Rainer Schönfisch, Oberstleutnant d. Res.
Fotos: Hans-Helmuth Mieglitz |
Teilnahme am Internationalen Militär Vergleichsschießen
Vom
06.05.2011 bis 08.05.2011 nahm eine eingeschworene Gemeinschaft aus dem
Ortsverband Düsseldorf /Hilden (unterstützt vom Ortsverband Köln), am
diesjährigen Internationalen Militär Vergleichsschießen (IMSB 2011),
im Feldjägerstandort Augustdorf erfolgreich teil. Mit neun Teilnehmern,
darunter unsere fünf neuen niederländischen Mitglieder der freiwilligen
Politie Gelderland-Midden.
Hauptfeldwebel d.R. Thomas Barb
belegte dabei in der Einzelwertung Pistole P8, den hervorragenden
dritten Platz. Sowie den vierten Platz in der Gesamtwertung Pistole P8
und Gewehr G36. Aber auch beim Pistolenschießen in der
Mannschaftswertung kann sich das Ergebnis mit einem fünften Platz und
einem errungenem Pokal sehen lassen. Diesen gewannen unter der Führung
von Brigadier Willem Hendriks, Stabsfeldwebel Christoph Weber,
Wachtmeister Jan Ruiter und Hauptfeldwebel d.R. Thomas Barb.
Alles
in allem war dies ein schönes und erfolgreiches Wochenende, was die
Kameradschaft und freundschaftliche Verbundenheit zu unseren
niederländischen Freunden noch vertieft hat.
Auf dem Bild:
(v.l.) Pieter van Kersteren, Michael Giesen, Willem Hendriks, Johannes Krichel, Ernst van Donkersgoed,
Jan Ruiter, Christoph Weber.
vorne :
Thomas Barb, Paul Brons
Text u. Foto: Christoph Weber |
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| FJg-Kameradschaft TV 731 auf Besuch im Bundeskanzleramt |
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Auf Einladung unseres Kanzleramtsministers und Minister für
besondere Aufgaben, Ronald Pofalla, hat der Traditionsverband FJgBtl 731 seine
Weiterbildungsreise nach Berlin in die politische Schaltzentrale angetreten.
Ursprünglich als gemeinsame Veranstaltung zwischen Mitgliedern des TVB 731 und
den aktiven Soldaten des FJgBtl 252 geplant, musste die gemeinsame Weiterbildung
ohne die aktive Truppe stattfinden. Das alle Soldaten plagende, leidliche und knappe
Budget, verhinderte leider das gemeinsame Erlebnis und die gelebte
Kameradschaft bei einer gemeinsamen Tour. Ohne die Unterstützung von
Oberstleutnant Wegener, Kommandeur FJgBtl 252 und dem S3 Stabsoffizier, Major
Gerlich, bei denen wir uns auf diesem Wege nochmals für die Unterstützung bedanken,
wäre die Veranstaltung nur schwerlich durchführbar gewesen.
Nach Umschiffung aller Klippen und Hindernisse, konnte die
Tour trotz regnerischem Wetter am Morgen des 26.08.2010 nach Berlin begonnen werden und wir
trafen wohlbehalten am Nachmittag in der Julius-Leber-Kaserne ein. Die
Reisegruppe bestand aus Mitgliedern des TV 731 und Gästen der niederländischen
Polizei Gelderland und der koninklijke Marechaussee, mit denen den TVB eine lange Freundschaft
verbindet.
Nach Bezug der Unterkünfte, stand die obligatorische Stadtrundfahrt an.
Anschließend wurde die bekannte Buslinie 100 benutzt, um noch mal komprimiert
an den innerstädtischen Sehenswürdigkeiten vorbei zu cruisen. Der daran
anschließende „Spähtrupp“ zu Fuß durch die Hackeschen Höfe war für das Auge sehr
aufschlussreich Die tiefgestaffelte Hinterhoflandschaft
war früher eine typische Bauweise für Berlin. Die Hackeschen Höfe wurden 1906
erbaut-und es entstand die größte Gewerbe- und Wohnanlage Deutschlands. Heute
stellen die Hackeschen Höfe ein buntes Potpourri aus Handwerk, Wohnkultur,
Tourismus und Kleinkunst dar. Reisen macht bekanntlich hungrig und die Wanderung durch die Hackeschen Höfe wird ihren
Beitrag hierzu geleistet haben. Was liegt da näher, als in einem stadtbekannten
Brauhaus einzukehren. Ziel war das Brauhaus Berlin Mitte, nicht weit vom
Fernsehturm gelegen. Bei Berliner Spezialitäten
und einer Molle Bier konnten dann alle Reiseteilnehmer gemeinsam den zu Ende
gehenden Tag noch einmal Revue passieren lassen. Mit der U-Bahn ging es dann
wieder zurück zur Ju-Li-Ka.- , denn ein wenig Schlaf war bitter nötig.
 Der nächste Morgen begann mit dem gemeinsamen Frühstück.
Frisch gestärkt, ging es dann zum deutschen Bundestag. Nach einer sicherlich
für alle Beteiligten interessanten Führung durch den Plenarsaal, konnten dann
der Ausblick von der gläsernen Kuppel des Reichtages auf die Stadt genossen
werden. Das tolle Panorama und der unglaublich Rundblick über die Stadt gab
Anlass zu vielen Schnappschüssen. Unsere niederländischen Gäste waren sichtlich
von Bundestag und seiner Moderne und Größe beeindruckt. Es blieb jedoch nicht
viel Zeit zum Staunen, denn schließlich folgte schon das nächste Highlight –
der Besuch im Kanzleramt. Pünktlich um 13.00 Uhr wurden wir im Bundeskanzleramt
begrüßt. Leider war es unserem Gastgeber
und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla nicht möglich uns persönlich zu
begrüßen. Trotzdem war der Besuch im Amtssitz der Kanzlerin ein nicht
alltägliches Erlebnis – wann kommt man ansonsten schon Mal dem Zentrum der
Macht so nahe.

Nach dem Gruppenfoto auf der Treppe im Kanzleramt, schloss sich
ein Vortrag über die Gliederung der Arbeitsmuskel und deren Arbeitsweise im
Bundeskanzleramt an. Die daran anschließende Diskussion und Fragestunde
bezüglich allgemeiner Wehrpflicht, Ehrenamt und Wehrdienst wurde äußerst
kritisch und konträr geführt, so dass der eine oder andere Vorschlag vielleicht
doch auf fruchtbaren Boden fallen könnte. Auf dem Rückweg zur
Julius-Leber-Kaserne wurde dann natürlich noch ein Erinnerungsfoto am
Reiterstandbild des „alten Fritz“ vor der Humboldt-Universität geschossen. Im
Anschluss wurde in die Unterkunft verlegt und der „leichte Börsenanzug“
angelegt. Ziel war das Restaurant „Berliner Republik“ – nicht weit vom
Regierungsviertel in unmittelbarer Nachbarschaft zur bekannten Kneipe
„Auswärtiges Amt“.

Im Restaurant stehen typisch Berliner Speisen auf der Karte.
Eine integrierte Bierbörse, verspricht Unterhaltung und Spaß. Wie auf einer
richtigen Warenbörse werden die aktuellen Dotierung auf vielen Tableaus
angezeigt und der Bierpreis richtet sich nach Angebot und Nachfrage – bei mehr
als 15 Biersorten vom Fass sollte doch für jeden einzelnen etwas für seinen
Geschmack dabei gewesen sein. Nach dem
die ersten Spekulanten ihre „Aktien“ in Bier umgesetzt hatten, konnten die
durstigen Kehlen mit kühlen Börsengold gelöscht werden. Nach intensiven
Verkosten der Berliner Spezialitäten aus dem Restaurant - wurde sich natürlich wieder den
Spekulationsgeschäften auf der „flüssigen Getreidebörse“ gewidmet. Die
Bierbörsianer beobachteten aufmerksam den aktuellen Kurs der gehandelten Waren
und schlugen dann bei sinkenden Preisen zu. Von Zeit zu Zeit kam es dann auch
zum Börsencrash bei dem alle Preise schlagartig mit ihrer Dotierung in den
Keller fielen. Nach vielen guten Gesprächen und einigen Zwickelbieren war es
schon recht spät geworden und wir mussten an den nächsten anstrengenden, aber
sicherlich nicht minder interessanten Tag denken. Der Rückmarsch in die
Quartiere verlief ohne Besonderheiten.
Nach dem Frühstück ging es hinaus aufs Land in den Norden
von Berlin entlang der B 96 in das historisch interessante Örtchen Liebenberg,
dass von Schloss und Gutshof beherrscht wird. Hier beim Grafen zu Eulenburg war
schon der Kaiser Wilhelm zu Gast und frönten der Jagd und genoss die Tage bei
Gesprächen und Trank. Von hier aus wurde auch aktiver Widerstands gegen das
Hitlerregime geleistet. Die Tochter des Grafen von Eulenburg, Libertas Schulze-Boysen
gehörte mit ihrem Mann der „roten Kapelle“ an und wurde am 22.12.1942 von den
Nazis hingerichtet. Viele Größen der Staatsführung der ehemaligen DDR wie
Wilhelm Pieck, Walther Ulbricht und auch Erich Honecker gingen hier zur Jagd.
Nun nach der Wende übernahm die DKB-Stiftung Gut und Schloss und machten hieraus ein modernes Tagungs- und
Schulungszentrum sowie ein Luxushotel. Hier werden Jagdreisen und Pferdesport
großgeschrieben. Hier befindet sich auch Europas modernster Jagdschießstand.
Feldjägerei und Jagd sind eng miteinander verbunden, denn schließlich
rekrutierte sich das reitende Feldjägerkorps aus Forstbeamten und Berufsjägern.
Was liegt da näher als auch der Jagd zu frönen und auf die Saujagd zu gehen.

Das moderne Schießkino lud zur realitätsnahen Drückjagd auf
Sauen ein und der eine oder andere Büchsenschuss auf bewegliche Ziele bereitete
doch anfänglich ein wenig Probleme. Aber Dank professioneller Hilfe, konnte
auch diese Hürde gemeistert werden. Nach dem Schießen mit Pistole und Revolver
am Pistolenstand, durfte dann natürlich das Flintenschießen nicht fehlen. Nach einem
Eingewöhnungsschießen auf den stehenden Kipphasen, wurden die Kipphasen als
mobile Ziele in Bewegung gesetzt. Das Flintenschießen auf bewegliche Ziele war
zunächst erst wieder stark gewöhnungsbedürftig. Trotzdem haben sich alle wacker
geschlagen. Es folgte nun die hohe Kunst des Rollhasenschießens. Mit 60 km/h
kamen die nur 11 großen Rollhasen aus ihrem Versteck geflitzt. Waren die roten
Hasen noch gut zu erkennen aber schwer zu treffen, stellten die schwarzen Hasen
absolut die Königsdisziplin dar. Leider mussten wir kurz nach 11.00 nach 2 ½
stündiger „Jagd“ das Revier wieder verlassen, da die nächsten Termine bereits
drängten. Ich glaube die meisten der Schützen hätten gerne noch ihre Strecke
vergrößert – doch das Signal „Ende der Jagd „wurde geblasen. Ein Horrido und
ein Waidmannsheil auf alle Schützen. Nach dem stärkenden Mittagsessen im
Nachbarort ging es dann weiter nach Rheinsberg – dem Jugendsitz Friedrich des
Großen. Die geführte Schlossbesichtigung war höchst interessant und wir wurden
als Feldjäger von der Schlossführung begrüßt. Wir konnten auch einige neue
Erkenntnisse über die Feldjägerei in Erfahrung bringen und wir wurden auf 2
Gedenksteine hingewiesen, die wir aus Zeitgründen leider nicht mehr besichtigen
konnten. Natürlich wurde auch das berühmte Schreibzimmer Friedrich des Großen
bei der Besichtigung inspiziert, in dem die Stiftungsurkunde des „reitenden
Feldjägerkorps“ 1740 unterschrieben wurde. Nach einer gemütlichen Tasse Kaffee
oder auch einer Berliner Weiße, verweilte man bei sonnigem Wetter noch einige
Zeit am See oder in den Gärten des Schlosses, bis leider die Heimreise nach
Berlin angetreten werden musste.
Die Fahrt über die B 96 wurde mit einigen Informationen über
die Gegend und über das Stadtgebiet Berlin verkürzt bis wir zur abendlichen
Stärkung in das Restaurant Maui – einem trendigen Grillrestaurant einkehren
durften. Urig und durchaus rustikal ging es in diesem trendigen Grillrestaurant
zu. Die in den Tischen eingelassenen Holzkohlegrills luden zum Grillspass im
geschlossenen Raum ein. Bis zu 8 verschiedene Sorten Fleisch wurden hier
gegrillt- hierzu wurden Fisch und
Garnelen sowie verschieden Salate und Soßen gereicht.– Frei nach dem Motto „all
you can eat“ konnten reichlich selbstzusammengestellte Spieße nachgelegt werden
Bei einigen Bieren und guten Zigarren fand der Abend einen schönen und würdigen
Ausklang. Der Tag gab viel Anlass zu langen und intensiven Gesprächen über das
gemeinsam Erlebte.

Der nächste Morgen, war leider schon der letzte Tag in der
Berliner Metropole. Nach der früh morgendlichen Stärkung, ging es auf zur
letzten Erlebnisetappe – diesmal nach Potsdam. Was wäre eine
Feldjägerweiterbildung – ohne den Besuch des Grabes unseres Gründers Friedrich
des Großen. Nach der Besichtigung des Schlosses Sanssouci und einem längeren
Aufenthalt im Schlosspark, wurde natürlich ein kurzer Abstecher zum Grab des
alten Fritz gemacht. Pünktlich um 12.00 Uhr wurde dann schweren Herzens die
Rückreise angetreten. Jede Reise – so schön sie auch sein mag –findet irgendwann ein Ende. Ein wenig wehmütig über das Ende der Reise
kann man jedoch eine positive Bilanz ziehen. Das herzerfrischende und spannende
Programm, die erlebte und gelebte Kameradschaft haben allen sichtlich Spaß
bereitet. Auch unsere niederländischen Gäste waren voller Enthusiasmus und
haben bleibende Erinnerungen mit in die Heimat genommen. Aus Kameraden sind
Freunde geworden und wir freuen uns auch wieder auf den Gegenbesuch in den
Niederlanden. Wenn diese Veranstaltung auch vielleicht schwer zu toppen sein
wird, so hoffen wir im nächsten Jahr vielleicht doch zusammen mit unseren
aktiven Kameraden des Feldjägerbataillons 252 etwas ähnliches auf die Beine
stellen zu können.
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Text: Rainer Schönfisch, OTL d. Res.
Fotos: Mitglieder des TV 731 |
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| Vergleichsschießen
des Traditionsverbandes ehem. FJgBtl 731(na) in Ahlen – ein
voller Erfolg! |

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Am
13. bis 15. August nahmen 26 Teilnehmer, darunter 5
niederländische Polizisten der „Vrijwillige Politie
Gelderland- Midden- Arnheim“ am
Vergleichsschießen in
Ahlen teil.
Bei Kaiserwetter und gut sommerlichen
Temperaturen, wurde den Teilnehmern ein gut
durchorganisiertes
Programm und ein tolles Schieß-Event geboten. Dies
wurde
vor allen Dingen durch die hervorragende Unterstützung der
aktiven
Truppe des Feldjägerbataillons 252 geleistet. Schon in der
Planungsphase hatten Oberstleutnant Andreas Couwenbergs und
insbesondere Oberstleutnant Oliver Stratmann, die entsprechende
Unterstützung zugesagt und ohne wenn und aber auch
gewährt
– ohne dies die Veranstaltung nicht so perfekt hätte
geplant
und durchgeführt werden können. Hier gilt
es nochmals
unseren herzlichen Dank im Namen des TV 731 und aller Teilnehmer
auszusprechen. Denn es ist in der heutigen Zeit, im
militärischen Leben – zwischen Vorbereitung zum
Einsatz und
Einsatz nicht selbstverständlich, sich mit der
Reservistenarbeit so intensiv zu engagieren. Wir
fanden
jedoch immer eine offene Tür oder ein offenes Ohr für
die
gute Sache, was den Organisatoren Stabsfeldwebel Johannes Krichel und
Stabsfeldwebel Jochen Vogt die Arbeit sicherlich erleichterte. Diese
hervorragende Zusammenarbeit setzte sich auch bei dem Kommandowechsel
weiter fort. Oberstleutnant Harald Wegener, Kommandeur des
Feldjägerbataillons 252 und Major Dirk Gerlich
S3-Stabsoffizier
haben „das zarte Pflänzchen“
weiter gepflegt und
die gute und tolle Zusammenarbeit im Rahmen des Schießens
erfolgreich zu Ende geführt. Wir als TV 731
können nur
sagen - herzlichen Dank.
Nun jedoch zum weiteren
Geschehen.
Bereits am 13.08. wurde nach dem obligatorischen Aufnahmeverfahren und
der Begrüßung der Gäste durch den
stellvertretenden Vorsitzenden des TV 731, Major Schürmann,
eine
Einweisung in die Waffen Gewehr G 36 und Pistole P8 vorgenommen, denn
schließlich sollten unsere Gäste ja auch die
deutsche
Schützenschnur erwerben können.
Um
mit den Waffen dann
vertraut zu werden, wurde zum warm-up das AGSHP,
Ausbildungsgerät
Schießsimulator aufgesucht, mit dessen Hilfe auch den
niederländischen Gästen der sichere Umgang mit den
Handwaffen
der Bundeswehr vermittelt werden konnte. Im Anschluss an das
Simulationsschießen, welches die Teilnehmer magisch in den
Bann
zog und bis zur letzten Minute genutzt wurde, verlegte man zum
Unteroffiziersheim, wo das gemeinsame Abendessen eingenommen wurde und
bei dem einen oder anderen Getränk und guten
Gesprächen
der Abend ausklang. Unsere niederländische
Gäste
fühlten sich sichtlich wohl und freuten sich schon auf den
nächsten Tag. Am nächsten Morgen traf man
sich
taufrisch und ausgeruht zum gemeinsamen
Frühstück und
man konnte jetzt so etwas feststellen, was man mit
Gruppenkohäsion
bezeichnet. Pünktlich um 08.00 Uhr rückte man zur
Standortschießanlage ab und die Gerätschaften und
Zielscheiben wurden gemeinsam installiert. Nach der obligatorischen
Einweisung und Belehrung, fiel der erste Schuss
planmäßig um
09.00 Uhr. Nach Erfüllung der Vorübungen, wurden die
Wertungsübungen mit Pistole P8 und Gewehr G 36 für
die
deutsche Schützenschnur geschossen. Alles verlief
planmäßig und alle Teilnehmer waren sehr angetan
über
die perfekte Organisation und natürlich auch über
Gespräche am Rande der
Schießschießveranstaltung, wo
so manche Anekdote ausgetauscht wurde. Um 13.30 Uhr fiel dann
planmäßig – für manchen jedoch
– leider-
der letzte Schuss und am Ende des Schießens konnte man auf
eine
beachtliche Schießleistungsbilanz zurückblicken.
12
Mal wurden die Bedingungen der Schützenschnur in Gold
erfüllt
und 2 Mal in Silber, wovon alle niederländischen
Gäste die
Schützenschnur in Gold erworben haben. Hier müssen
doch wohl
einige heimlich geübt haben, oder doch
„Wildschützen“ sein. Die
„Beute“ in Form
der Schützenschnüre konnten dann am Abend feierlich
von Major
Schürmann verliehen werden.
Nicht
zu
unterschätzende Erfolgsfaktoren für die Veranstaltung
waren
hervorragende Rahmenbedingungen, gute
generalstabsmäßige
Organisation, funktionierende Scheibentechnik und
fleckschießende
Waffentechnik und nicht zu vergessen, die
„Steuermänner“ die hinter den Waffen doch
ein gutes
Auge gehabt haben müssen.
Der Erfolg dieses
Schießens
wurde natürlich nach dem Abbau und dem Waffenreinigen
gebührend gefeiert, schließlich gab es viel zu
erzählen
und aus unseren niederländischen Gästen waren Freunde
geworden, die gerne wiederkommen.
Alles in allem war
dies eine
runde Sache, nicht zuletzt wegen den Kameraden, die im Hintergrund zum
Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Persönlich
möchten wir uns als TV 731 beim Kompaniechef der
5./Feldjägerbataillon 252, Hauptmann Dirk
Oehmchen-Dau und
seiner Mannschaft bedanken, die uns vor Ort ebenfalls hervorragend
unterstützt hat. Meinen persönlichen Dank jedoch kann
ich den
beiden Stabsfeldwebel Johannes Krichel und Stabsfeldwebel Jochen Vogt
aussprechen, für die hervorragende Koordinierung und
Planungsmaßnahmen.
Nun ist es an dem
für das
nächste Jahr bereits weitere Aktivitäten zu planen
–
denn ein Traditionsverband lebt nicht nur von der Vergangenheit,
sondern blickt aktiv in die Zukunft. Alle Kameraden die ebenfalls
Interesse haben im TV 731 aktiv mitzuarbeiten oder an den
Veranstaltungen teilzunehmen, sind natürlich herzlich
willkommen.
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| Text
und Foto: Rainer Schönfisch, OTL d. Res. |
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