Berlinreise - Feldjäger

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Berlinreise

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BERLIN – Immer wieder gern!
Seit drei Jahren versuchte unser Kassenwart Jörg Nienerza bereits, über die Büros der im Bundestag vertretenden Parteien eine Bildungsreise nach Berlin zu organisieren. Vom 09. bis 12. Dezember 2019 war es dann endlich soweit. Der Oldenburger SPD-Abgeordnete Dennis Rohde hatte eine Einladung in die Hauptstadt ausgesprochen. 15 Angehörige und Freunde des Ortsverbandes Oldenburg-Wilhelmshaven fanden sich pünktlich um 07.00 Uhr am Busbahnhof Oldenburg ein, um zusammen mit 25 weiteren Personen aus dem SPD-Umfeld die Reise anzutreten. Bereits auf der Anreise war für das leibliche Wohl gesorgt.
Nach einer störungsfreien Fahrt wurden wir direkt beim Abgeordnetenhaus abgesetzt und nach einer intensiven Kontrolle endlich durch Herrn Rohde persönlich begrüßt. Dieser ließ es sich auch nicht nehmen, die Besuchergruppe durch das Haus zu führen. Sehr detailliert und interessant. Welcher Besucher hat schon die Gelegenheit, durch den unterirdischen Gang direkt in den Reichstag zu gelangen. Schon reichlich angeschlagen ging es dann zum Abendessen in einen Alt-Berliner-Biersalon am Kurfürstendamm, in dessen unmittelbarer Nähe auch unser Hotel lag.
Am nächsten Morgen hieß es wieder früh aus den Federn. Als erste Station ging es zum Verteidigungsministerium, wo wir nochmals ausgiebig überprüft wurden. Die an der Sicherheitsschleuse eingesetzten Feldjäger konnten nicht ahnen, dass es in der Gruppe etliche Ehemalige gab. Ein sehr interessanter Vortrag schloss sich an und fand seinen Abschluss am „Platz der Erinnerung“. Die Mittagspause verbrachten wir in der Landesvertretung des Landes Niedersachsen bei Gänsebraten, Rotkohl und Knödeln. Danach ging es weiter zum Bundespresseamt und hier zeigte sich, dass nicht jeder gut bezahlte Abteilungsleiter automatisch ein brillanter Rhetoriker ist, so dass mancher (der Verfasser eingeschlossen) Schwierigkeiten mit den Augen bekam. Vor dem Abendessen hatten dann alle Gelegenheit, das Sony-Center und den dortigen Weihnachtsmarkt auf eigene Faust zu erkunden. Nach der Stärkung nutzten viele die Gelegenheit, im politischen Kabarett „Distel“ während der Vorstellung „Skandal im Sperrbezirk“ ihre Lachmuskeln zu trainieren.
Auch am nächsten Tag kein Ausschlafen! Zuerst ging die Fahrt zum Abgeordnetenhaus von Berlin, wo wir wiederum eine informative und interessante Führung durch das gesamte ehrwürdige Haus erhielten. In der anschließenden „Freistunde“ konnte man entweder das gegenüber liegende Gropius-Haus oder die Freilichtausstellung „Berliner Mauer“ erkunden. Nach der inzwischen obligatorischen Mittagspause (immer warmes Essen!) kam für viele sicherlich das Highlight der Fahrt – Besuch einer Plenarsitzung im Deutschen Bundestag von der Zuschauertribüne aus.
Die aktuelle Fragestunde wurde präsidiert durch den Bundestagspräsidenten Dr. Wolfgang Schäuble sowie der Vizepräsidentin Claudia Roth. Durch den Abgeordneten Rohde über die Gepflogenheiten bei Bundestagssitzungen bestens vorbereitet, konnten wir nun das ständige Kommen und Gehen der Abgeordneten richtig einordnen. Die 50 Minuten vergingen wie im Fluge und vor den Türen standen schon die nächsten Gruppen. Nach der Besichtigung der Kuppel des Reichstagsgebäudes ging es per Bus zurück zum Bahnhof Friedrichstraße und der dortigen Dauerausstellung „Tränenpalast“. Der anstrengende Tag war noch nicht vorüber, denn unser Gastgeber hatte zum gemütlichen Abend geladen. Interessante und nette Gespräche rundeten den Tag ab.
Am letzten Morgen hieß es früh „Koffer packen und ausschecken“. Die Fahrt führte nach Berlin-Lichtenberg ins Stasi-Museum. Einer Erkundung des Areals auf eigene Faust schloss sich eine Führung durch das Hauptgebäude einschließlich Erich-Mielke-Büro an. Geleitet durch ein Mitglied des Fördervereins, der als junger Mann selbst in die Mühlen der DDR-Justiz geraten war und als politischer Häftling nach zwei Jahren Haft durch die Bundesrepublik freigekauft wurde. Interessant und beklemmend zugleich!
Am frühen Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen und die Heimreise antreten, so dass wir am späten Donnerstag-Abend geschafft und müde wieder am ZOB eintrafen.
Als Resümee stelle ich fest: Dank an die rundherum hervorragende Organisation, Dank an den Busfahrer, der auch in den engsten Baustellen (gefühlt besteht das gesamte Berliner Zentrum aus einer einzigen) nie die Ruhe verlor, Dank an unseren professionellen Stadtführer, der vor lauter Informationen überzusprudeln drohte und vor allem Dank an unseren Kameraden Nienerza, der durch seine Beharrlichkeit diese Reise erst ermöglicht hat. Nach eigener Aussage hat er bereits wieder seine Fühler ausgestreckt und wird nun schauen, welches Programm die anderen Parteien zu bieten haben.
Text: Hartmut Exler - Bilder: Sven Hassmann






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