Ortsverband Bonn - Feldjäger

Kameradschaft der Feldjäger
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Kameradschaft der Feldjäger
Kameradschaft der Feldjäger e.V.
Telefon 0511 / 47 46 88 44
Kugelfangtrift 1 | 30179 Hannover
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Die aktuelle Ausgabe
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Ortsverband Bonn

OV-WEBSEITEN > REGION-6
1.Vorsitzender
Oberstleutnant a.D. Werner Wilden
2.Vorsitzender
Stabsfeldwebel Ingo Griesbach
Kassenwart
Hauptfeldwebel d.R. Jürgen Stuhm
Schriftführer
Feldwebel d.R. Werner Käß
Beisitzer
Oberstleutnant d.R. Peter Henle
Hauptmann a.D. Albert Liesegang
Oberstabsfeldwebel a.D. Bernd Rünz
Hauptmann René Goldbeck

Mitglied kraft Amtes:
Hauptmann Jens Göritz-Glasewald
Kompaniechef   6./FJgRgt 2
Kassenprüfer
Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann
Oberstleutnant d.R. Hans-Friedrich Konze
Ersatzkassenprüfer:
Hptm d.R. / RAmtm Michael Cremer
Email
Kontakt
Herr
Oberstleutnant d.D.
Werner Wilden
Am Rotberg 12
53489 Sinzig
Tel. 0 26 42 - 99 24 18





29.Oktober 2019  -  Aktuelles im OV Bonn
Seit Ende September 2019 hat die 6.Kompanie des Feldjägerregiments 2 mit dem Feldjäger­dienstkommando Bonn, für vielleicht viele Jahre, sein vorläufiges Standbein in der Brückberg-Kaserne, Luisenstr.109, in 53721 Siegburg erhalten (zugleich auch Navi-Adresse!) Die Kaserne wird von einem zivilen Sicherungsunternehmen bewacht; für das Zugangs­ver­fahren der Mitglieder der Kameradschaft der Feldjäger ist eine Namensliste mit Name, Vorname und Geburtsdatum bei der Wache hinterlegt. Die Identifizierung und Zutrittsge­währung erfolgt anhand eines mitzuführenden gültigen Lichtbildausweises (Personal­ausweis od. Reisepass).
Alle Veranstaltungen des Ortsverbands Bonn (vgl. Rubrik „Veranstaltungen“ auf der Internetseite der Kameradschaft der Feldjäger e.V.) – ausgenommen das Jahresabschlussessen am 23.11.2019 – werden zukünftig im Besprechungsraum der 6./Feldjägerregiment 2 in der Brückberg-Kaserne, Luisenstraße 109, in 53721 Siegburg stattfinden.

Ortsverband Bonn mit 2 PS im Ahrtal unterwegs
 
Den arbeitsfreien Feiertag am Tag der Deutschen Einheit nutzten die Angehörigen des Ortsverbands Bonn zu einem Halbtagsausflug in das nahegelegene Ahrtal, welches als eines der kleineren der 13 deutschen Weinanbaugebiete nicht nur für seinen exzellenten Rotwein, sondern auch für die Wanderwege bekannt ist. Immerhin ist das Weinanbaugebiet Ahrtal mit seinen 648 ha das größte geschlossene Weinbaugebiet für Rotwein; ca. 85% der Rebstöcke tragen rote Reben, wobei nicht alle roten Trauben in diesem Weinbaugebiet zugelassen sind, wie die teilnehmenden Damen und Herren bei einer später stattgefundenen Weinverköstigung noch erfahren sollten.
 
Aber nicht das Wandern durch die Weinberge, sondern eine andere Form der Fortbewegung hatte sich der 1.Vorsitzende, Oberstleutnant a.D. Werner Wilden, für die Exkursion ausgewählt – mit 2 PS Pferdestärken durch die Weinberge rund um den Winzerort Mayschoß. Punkt 14 Uhr fuhr die von den beiden stolzen Rössern Rico und Lucky gezogene Planwagenkutsche des Weinguts Mönchberger Hof am Bahnhof Mayschoß vor und nahm die fröhliche Gesellschaft auf. Während der einstündigen Fahrt durch die Weinberge erfuhren die Mitreisenden vieles über die unterschiedlichen Lagen und den Weinbau. Selbstverständlich durfte auch eine Fahrt durch die Weinlage Mönchberg nicht fehlen, ist es doch die Haus- und Hoflage des gleichnamigen Weinguts. Die ansteigenden Wege verlangten Rico und Lucky einiges ab, so dass es hin und wieder auch einer kurzen Verschnaufpause bedurfte.
 
Die Planwagenfahrt endete im Weingut Mönchberger Hof, wo wir von Familie Josten zu einer kleinen Weinverköstigung begrüßt wurden. Wenngleich wir vieles über trockene Weine erfahren durften, so war die Präsentation in keinster Weise eine trockene Angelegenheit, weder was den Wein noch die Form der Darbietung betraf. Egal, ob Weißer Riesling, Roter Riesling oder Spätburgunder, es wurde für jeden Geschmack etwas geboten. Und da, wo’s schmeckt, kauft man auch gerne – so hatten sich viele der Teilnehmenden des Ortsverbands Bonn noch das ein oder andere Fläschchen oder gar auch Karton für die Heimreise bereitstellen lassen.
 
Was viele nicht gewusst haben: Es gibt ein Deutsches Weingesetz von 1892, in dem unter anderem festgelegt ist, welche Rebsorten in welchen Weinanbaugebieten zugelassen sind – so dürfen beispielsweise im Weinanbaugebiet Ahr keine Rote  Rieslingtrauben angebaut werden. Dass das Weingut Mönchberger Hof dennoch einen eigenen Roten Riesling auf der Weinkarte hat, ist dem glücklichen Umstand  geschuldet, dass Familie Josten noch Weinlagen im Rheingau besitzt, wo diese Weinstöcke wachsen dürfen.
 
Am Ende des Tages waren sich alle einig, dass dieser Nachmittag mit dieser Form der Weinverköstigung eine gelungene Veranstaltung war und der ein oder andere hat mit dem Weingut Mönchberger Hof auch sicherlich einen neunen Weinlieferanten gefunden.







Bericht zum Download

 
(Text: Werner Wilden; Fotos: Werner Käß)

Das best gehütete Geheimnis in Deutschland
 
Zwei Tarnhäuser. Ein unterirdischer Geldspeicher. Eine Währung, die niemand kannte. Geheime Pläne waren in Cochem an der Mosel Realität.
 
Der ehemalige Geheimbunker der Deutschen Bundesbank in Cochem, er wird als das jahrzehntelang bestgehütete Geheimnis der Bundesrepublik Deutschlands bezeichnet, war das Ziel des Jahresausflugs des Ortsverbands Bonn. Am letzten August-Samstag startete die Exkursion in der ehemaligen Bundeshauptstadt am Rhein. Bereits die Anreise mit der Deutschen Bahn AG war ein Erlebnis für sich. Hieß es von dem ausgewählten Zug zunächst noch, dass er wegen einer Überholung eines vorrangberechtigten Zuges ca. 10 min Verspätung haben sollte, so änderte sich mit zunehmender Verspätungsdauer auch der Verspätungsgrund, mal war es eine Störung im Betriebssystem und dann ein technischer Defekt im Zugsystem, und schließlich fiel der Zug gänzlich aus.
 
Aber das tat der Vorfreude keinen Abbruch und so nahm man halt den nachfolgenden Zug und die Bonner Feldjägerkameradschaft konnte erst mit einer Stunde Verspätung das Geheimnis des unterirdischen Bunkersystems in Cochem kennenlernen.



 
Zu Beginn der Führung durch diese einzigartige Tresoranlage wurde über Zweck und Planung dieses Bauwerks vorgetragen, ehe es dann in das unterirdische Tunnelsystem ging.     
In den Zeiten des sogenannten „Kalten Krieges“ wollte die Bundesbank für den „Fall aller Fälle“ (Währungszusammenbruch) für unsere eine Ersatzwährung parat haben und druckte hierfür entsprechende Geldnoten in Höhe von 26 Milliarden Deutsche Mark in Stückelung von 10, 20, 50 und 100 Deutsche Mark, die einen hohen Wiedererkennungswert zur damaligen Währung aufwies.



Da von den 26 Milliarden DM ca. 11 Milliarden DM im Ausland in Umlauf waren, wurde die Ersatzwährung für dieses Geld bei der Bundesbank in Frankfurt/Main eingelagert – für die übrigen 15 Milliarden DM wurde ein Lagerort in räumlicher Nähe zur Bundesbank, jedoch definitiv linksrheinisch gelegen, gesucht. Die Bundesbank stieß auf ein Anwesen eines Arztes in Cochem, der eine gut gehende Klinik in 2 Wohnhäusern in einem ruhigen Wohngebiet mit einem großen Grundstück an einem Berg gelegen in Cochem besaß. Die Bundesbank kaufte das Anwesen und noch weiteren Grund und Boden dazu, baute das Ganze offiziell zu einem „Schulungshaus für Bundesbankmitarbeiter“ um und ließ einen „atombombensicheren“ Bunker in den Berg bauen. Offiziell als Schutzraum für ca. 70 Personen des Schulungszentrums und ca. 80 Personen aus der Nachbarschaft. Streng Geheim blieb die als Lagerraum vorgesehene und genutzte Etage unter dem Schutzraum und somit der wahre Nutzungszweck: die Einlagerung von 15 Milliarden DM als Ersatzwährung.

   

 
Abgerundet wurde der Besuch in der kleinsten Kreisstadt Deutschlands mit einem Rundgang durch die sehenswerte Altstadt, bei der ein Besuch der historischen Senfmühle nicht fehlen durfte sowie einer abschließenden Schiffsrundfahrt auf der Mittelmosel, bei der die Kameradschaft bei strahlendem Sonnenschein einen wundervollen Blick auf die Moselhänge sowie die umliegenden Moselorte genießen durfte.



 
Und selbstverständlich sollte auch der Geschmackssinn bei diesem Ausflug nicht zu kurz kommen – so wurde vor der Rückfahrt nach Bonn neben der ein oder anderen kulinarischen Köstlichkeit auch noch so manches Gläschen Moselwein verköstigt. Zum Ende eines wundervollen und interessanten Tages dankten die Teilnehmenden dem Ideengeber und Organisator dieses schönen Ausflugs, dem Schatzmeister des Ortsverbands, Jürgen Stuhm, für sein Engagement und seinen Einsatz für diesen Ausflug.
 
(Text u. Fotos: Werner Wilden)


Wir gratulieren!
Nachdem sich unser Mitglied und Beisitzer für Mitgliedergewinnung, René Goldbeck, "pflichtgemäß und unverzüglich" beim Vorsitzenden des Ortsverbands Bonn mit seinem neuen Dienstgrad gemeldet hatte, nutzt der Vorstand der Kameradschaft der Feldjäger e.V. dieses Medium, um diesem zu seiner Beförderung zum Hauptmann recht herzlich zu gratulieren!
Nach Wikipedia war "in den Heerhaufen des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit der Feldhauptmann ganz allgemein der Anführer (das Haupt), der entweder von den Männern des Verbandes gewählt wurde oder aber als
Militärunternehmer die Truppe selber aufgestellt hatte. Die Größe des Verbandes konnte stark variieren. Die Hauptleute wurden auf Latein capitaneus („Anführer“, abgeleitet von caput, „Haupt“) genannt, wovon die noch heute im romanischen, slawischen und angelsächsischen Sprachraum bei den Landstreitkräften gebräuchliche Dienstgradbezeichnung Kapitän herrührt.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Verwendung der französischen Bezeichnung Capitaine auch im deutschen Sprachraum gebräuchlich, da die französische Sprache zu dieser Zeit Verkehrssprache in militärischen Kreisen Europas war und das französische Heerwesen hohes Ansehen genoss."
Hauptmann René Goldbeck genießt nicht nur in der Bonner Feldjägerkompanie, sondern darüber hinaus bei den anderen Dienststellen auf der Hardthöhe sowie im Einsatzraum der 6./Feldjägerregiment 2, aber auch ganz besonders in der
Kameradschaft der Feldjäger hohes Ansehen - er hat diese Beförderung mehr als verdient!

Mit kameradschaftlichem Gruß

Werner Wilden
1.Vorsitzender OV Bonn


Führungswechsel in der 6./Feldjägerregiment 2 in Bonn
Ein Führungswechsel auf neue Zusammenarbeit muss das Motto des Übergabeappells am 28. März 2019 in Bonn heißen, bei welchem das Kommando der 6./Feldjägerregiment 2 durch den Kommandeur des Feldjägerregimentes 2, Oberstleutnant Björn Taube, von Oberleutnant René Goldbeck an Hauptmann Jens Frank Göritz-Glasewald übergeben wurde. Zu diesem feierlichen Anlass waren persönliche Gäste, Freunde, die Kameradschaft der Feldjäger und ehemalige Kameraden geladen. Die Gästeliste umfasste unter anderem den Inspekteur der SKB, Generalleutnant Martin Schelleis, den Kommandeur Kommando Feldjäger der Bundeswehr, Brigadegeneral Udo Schnittker und den Kommandeur Bodengebundene Verbände, Brigadegeneral Michael Hogrebe sowie Vertreter der ortsansässigen Dienststellen und Feldjägerkompanien des Feldjägerregimentes 2.
 
Oberleutnant Goldbeck, ein Urgestein der Bonner Feldjäger, übergab die Dienstgeschäfte des KpChefs der 6./Feldjägerregiment 2, um sich erneut seinen Aufgaben als Führer der Erheber und Ermittler Gruppe der selbigen Kompanie zu stellen. In den vergangenen 19 Monaten führte er die Kompanie von Anfang an mit Leidenschaft, einer starken Hand und einem gesunden Maß an Gelassenheit, welches in den kommenden Monaten mehr als strapaziert wurde. Um seine Dankbarkeit gegenüber den Ihm unterstellten Soldaten zu zeigen, sprach Oberleutnant Goldbeck gleich zweimal eine förmliche Anerkennung für eine herausragende Einzeltat aus, welche im Zusammenhang mit einem schweren Verkehrsunfall geleistet wurden. Zu seiner im Zeitraum als KpChef prägendsten Aufgabe kam er wie die Jungfrau zum Kinde. Die Evakuierung seiner Kompanie, über Nacht, innerhalb von 24 Stunden, in das Feldhaus 303, welches auch erst noch organisiert werden musste. Es gelang ihm aller Widrigkeiten zum Trotz die Situation zu meistern und seiner Kompanie ein neues Dach über dem Kopf zur Verfügung zu stellen, um den Dienstbetrieb aufrecht halten zu können. Unter anderem wurde Ihm hierfür eine förmliche Anerkennung wegen vorbildlicher Pflichterfüllung durch Oberstleutnant Taube ausgesprochen.
 
Die provisorische Unterbringung in einem Feldhaus, welches zur Verfügung gestellt wurde, ist nicht von Dauer und wird sich als der neue Schwerpunkt Auftrag des Hauptmann Göritz-Glasewald entwickeln. Hauptmann Göritz-Glasewald wird ab sofort die Geschicke der 6./Feldjägerregiment 2 leiten, wobei ihm die Erfahrung seiner voran gegangenen Verwendung als Hörsaalleiter an der Schule für Feldjäger und Stabsdienst zu Gute kommt. Auch den Blick für die Truppe konnte er in seiner Zeit als ZgFhr bei 3./Feldjägerregiment 2 schärfen, um so die Kompanie Schul- und Truppenmäßig unter anderem im kommenden Auslandseinsatz führen zu können. Ein breites Erfahrungsspektrum für einen vielseitigen Einsatzraum mit einem Damoklesschwert Namens BÜCHEL.
 
Die Bonner Kompanie dankte seinem Urgestein mit der Überreichung einer Büste des „alten Fritz“, sowie einer gülden gefüllten Vitrine und heißt den neuen Kompaniechef mit einem dreifachen „Horrido-Joho“ willkommen.










Besuch zu Heiligabend auf der Hardthöhe
Traditionell an Heiligabend besuchte eine kleine Abordnung aus dem Vorstand des Ortsvorstandes Bonn am 24.Dezember 2018 die diensthabende Schicht im Feldjägerdienstkommando Bonn, um ihr im Namen der Kameradschaft der Feldjäger e.V. Grüße und Wünsche zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr  zu überbringen. Wie all’ die Jahre hatte die Kameradschaft für jeden diensthabenden Feldjäger eine Tüte mit essbaren Sachen, aber natürlich auch eine Kiste mit alkoholfreien Getränken mitgebracht.
Es ist bereits seit mehreren Jahren guter Brauch, dass einige Vorstandskameraden des Ortsverbands Bonn an Heiligabend im Feldjägerdienstkommando Bonn erscheinen und den anwesenden Soldatinnen und Soldaten persönlich die besten Wünsche zum Weihnachtsfest übermitteln. In diesem Jahr schlug die beabsichtigte „kleine Plauderei“ leider fehl – eine spontane Einsatzforderung auf der Hardthöhe forderte die Präsenz von Kräften vor Ort, sodass im Feldjägerdienstkommando nur ein Feldjäger als ständiger Ansprechpartner sowie der „zufällig“ anwesende Kompanieführer, der zugleich in Doppelfunktion auch als Vorstandsmitglied im Bonner Ortsverband seine diensthabenden Feldjäger besuchte, anwesend waren. In kleiner Runde wurden die Besonderheiten des Dienstes über die Feiertage von einst mit den heutigen Gegebenheiten im kameradschaftlichen Gespräch verglichen. Dabei konnte einhellig festgestellt werden, dass sich die generellen Anforderungen an die Bonner Feldjäger trotz zwischenzeitlich geänderter Rahmenbedingungen nicht wesentlich verändert haben.
Stellvertretend für alle diensthabenden Soldaten der Schicht bedankte sich Feldwebel Kick für die kameradschaftliche Unterstützung und Betreuung des Ortsverbands Bonn sowie das auch zum diesjährigen Weihnachtsfest wieder gesetzte Zeichen der Solidarität durch den Ortsverband der Kameradschaft.
Der Vorstand des Ortsverbands Bonn wünscht allen Mitgliedern, Freunden und Bekannten sowie allen in den ausländischen Einsatzgebieten Dienst leistenden Soldatinnen und Soldaten viel Soldatenglück sowie Gesundheit und alles erdenklich Gute für das Neue Jahr.

(Text: Oberstleutnant a.D. Werner Wilden; Foto: Oberleutnant René Goldbeck)

Jahresabschlussfeier beim OV Bonn
Traditionell um de Gründungstag führt der Ortsverband Bonn sein Jahresabschluss-essen als den letzten gemeinsamen Höhepunkt eines jeden Jahres für seine Mitglieder und Gäste durch. So durfte am letzten Novemberwochenende 2018 der 1.Vorsitzende, Oberstleutnant a.D. Werner Wilden, neben den beiden Ehrenvorsitzenden im Ortsverband Bonn, Herrn Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann und Herrn Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach, zahlreiche Mitglieder des Ortsverbands mit ihren Familienangehörigen in der Offizierheimgesellschaft (OHG) auf der Bonner Hardthöhe begrüßen.
  
Wie bereits im letzten Jahr war es für den Ortsverband wieder eine große Freude, dass neben dem letzten Abteilungsleiter Feldjägerwesen Bundeswehr und General der Feldjägertruppe im Streitkräfteunterstützungskommando, Herr Oberst a.D. Ulrich Stumpp, auch das verdiente Mitglied im Ortsverband Bonn, Oberstleutnant a.D. Clemes Zillien mit seinen jugendlichen 87 Lenzen mit seiner lieben Frau Gemahlin an der Veranstaltung teilnahmen.
Von aktiver Seite durfte der 1.Vorsitzende den Kompanieführer der 6./Feldjägerregiment 2, Oberleutnant Renè Goldbeck und seinen Kompanie-feldwebel, Oberstabsfeldwebel Alexander Schuberth, als Gäste recht herzlich begrüßen. Im Sinne des Slogans der Kameradschaft „unterstützt – verbindet – bewahrt“ äußerte der OV-Vorsitzende den Wunsch des Ortsverbands, zukünftig gerne noch mehr aktive Soldatinnen und Soldaten zum Jahresabschlussessen begrüßen können zu dürfen.
Das Programm begann mit einem Nachmittagskaffee bzw. Tee mit weihnachtlichem Gebäck in der festlich hergerichteten OHG. Danach durfte der 1.Vorsitzende den Regimentskommandeur des Feldjägerregiments 2 aus Hilden, Herrn Oberstleutnant Björn Taube, als Gast begrüßen, der in einem gelungenen Kurzvortrag insbesondere den Reservisten und Ehemaligen nicht nur den heute täglichen Dienst seiner Frauen und Männern in den 4 Bundesländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland vorstellte, sondern auch von seinem Dienstaufsichtsbesuch bei seinen Feldjägern während der Übung  TRIDENT JUNCTURE in Norwegen berichtete. Diese NATO-Großübung mit ca. 8.000 deutsche Soldatinnen und Soldaten, die als „Speerspitze“ für die „Very High Readiness Joint Task Force der NATO VJTF 2019“ assigniert sind, hatte das Ziel, die eingesetzten Kräfte als schnelle Eingreiftruppe der NATO zu zertifizieren, die mit Beginn des Jahres 2019 nun für 13 Monate in den Status mit dem höchsten Einsatzbereitschaftsgrad versetzt sind.  
Natürlich ging der Regimentskommandeur auch auf „unserer Bonner Haus- und Hofkompanie“ mit einer Bewertung insbesondere der Aufträge, aber auch der infrastrukturellen Lage aus seiner Sicht ein.
Im Anschluss wurden die im Jahr 2018 für treue Mitgliedschaft auszuzeichnenden Kameraden geehrt; es waren dies:
· für 35jährige Mitgliedschaft: PHK a.D. Klaus Krüger, OFw d.R. Michael Ruttorf, OStFw a.D. Horst Lupprian  und Oberstlt a.D. Peter Syben
· für 30jährige Mitgliedschaft: Herr Klauspeter Kollbach;
· für 25jährige Mitgliedschaft: Oberstlt d.R. Volker Gers;
· für 15jährige Mitgliedschaft: OStFw Alexander Schuberth undd Maj i.G. Enrico Schwarz.
Allen Jubilaren an dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch – halten sie der Kameradschaft der Feldjäger auch weiterhin die Treue!
Den letzten Programmpunkt des Tages bildete dann ein festliches Jahresabschlussessen, bei dem das Küchenteam der Offizierheimgesellschaft Bonn-Hardthöhe um Obermaat Klemmer wieder ein kalt-warmes Buffet gezaubert hatte, das keine Wünsche mehr offen ließ.
Mit dem Wunsch nach einer ruhigen Adventszeit, einem besinnlichen Weihnachtsfest sowie einem guten Rutsch ins Neue Jahr, verbunden mit der Hoffnung auf eine den Umständen erträgliche Gesundheit für alle, verabschiedete Oberstleutnant a.D. Wilden im Namen des Vorstands die anwesenden Gäste der Jahresabschlussfeier am späten Abend.
(Text: Oberstleutnant a.D. Werner Wilden;
Fotos: Hauptmann a.D. Albert Liesegang,
Oberstleutnant a.D. Werner Wilden

Der Vorstand des Ortsverbands Bonn bedankt sich bei allen Soldatinnen und Soldaten der 6./Feldjägerregiment 2 für die netten Wünsche zu Weihnachten und den kommenden Jahreswechsel.
Wir möchten uns mit diesem gelungenen Foto mit dem sichtbaren Zeichen des kameradschaftlichen Zusammenhalts auch bei unseren Mitgliedern, Freunden und Anverwandten für die Hilfen und Unterstützungen im zu Ende gehenden Jahr ganz recht herzlich bedanken und ihnen Allen und ihren Familien ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest sowie für das Neue Jahr 2019 Glück, Zufriedenheit und Gesundheit wünschen!





Jahresausflug vom 20.10.2018

Der OV Bonn auf den Spuren der Kämpfe im Hürtgenwald im II. Weltkrieg
-         Eine kriegshistorische Skizze der Nordeifel   -
Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel, als sich am 20. Oktober 2018 die Teilnehmer der kriegsgeschichtlichen Exkursion des OV Bonn, verstärkt durch Besucher aus Belgien und den vormaligen Heerestopographieoffizier (Oberst a.D. Landmann) mit Ehefrau (einer der fachlichen Vorgesetzten des Verfassers dieser Zeilen) um 10:00 Uhr am Ablaufpunkt am Rande der Ortschaft BERGSTEIN versammelten – eine Wetterlage, die sich 74 Jahre zuvor die Planer in den Stäben der in der Großregion der Nordeifel angesetzten 1. US-Armee und des nachgeordneten V. und VII. Korps vergeblich hinsichtlich einer nachhaltigen Unterstützung ihres weiteren Vormarsches aus der Luft herbeisehnten.
Zwei in dem Thema stehende Mitglieder des Ortsverbandes, O a.D. Stumpp und OTL a.D. Konze, führten diese Gruppe zu mehreren Orten der zwischen Oktober 1944 und Februar 1945 stattgefundenen Kämpfe, die für die amerikanischen Streitkräfte die höchsten Verluste herbeiführten, die sie bis heute in ihrer Geschichte hatten hinnehmen mussten: mit über 47.000 Mann an Ausfällen (entspricht etwa 3 Divisionen) war ¼ dieser Armee nicht mehr vorhanden oder verwendungsfähig – Gefallene, Verwundete, Vermisste, Gefangene oder physisch und psychisch Erkrankte – und: erstmals in der Geschichte der US-Armee im II. Weltkrieg warfen ganze Einheiten ihre Waffen und Ausrüstung nach tagelangem feindlichen Artilleriebeschuss und Verharren in armseligen, unter Wasser stehenden Feldstellungen bei Kälte und Regen weg und flüchteten zur nachfolgenden Schande des Regimentskommandeurs in panischem Entsetzen in rückwärtige Bereiche. So geschehen am Morgen des 6. November beim II./ 112. Infanterieregiment der 28. Infanteriedivision im Raum VOSSENACK.
Bevor es in das Gelände ging stellte O a.D. Stumpp in seinem Lagevortrag zu Beginn die Fakten und Hintergründe zu diesem Geschehen eindrücklich dar. Er verwies darauf, dass es nicht eine, sondern mehrere Schlachten in dieser Eifelregion, beginnend mit dem Angriff der 9. US Infanteriedivision Mitte Oktober 1944, gegeben hatte. War im September, als die Alliierten nach 97 Tagen seit Beginn der Invasion das deutsche Reichsgebiet erreicht hatten, die Wehrmacht noch völlig unzureichend im Zuge des Westwalls für eine nachhaltige Verteidigung mit in Frankreich zerschlagenen, schwachen Kräften eingerichtet, stellte sich 4 Wochen später die Lage anders dar: die meisten Anlagen waren wieder besetzt, mit Stacheldraht und Minen gesichert, die im Zuge des Westwalls und der Luftverteidigungszone West unterirdisch verlegten Fernmeldeverbindungen intakt, die wenigen Wege im Waldbereich und den offenen Höhenzügen gesichert, die Artillerie unter einheitlicher Führung des Artillerieführers des 74. Armeekorps mit vorbereiteten Schießplänen bestens vorbereitet; zudem war das stark bewaldete und zerschnittene Gelände und die Kampfweise in diesem, in völligem Gegensatz zu den diesbezüglich unerfahrenen amerikanischen Soldaten, bekannt, besonders den noch vorhandenen Veteranen aus dem Russlandfeldzug.
Das Problem der Alliierten mit den immer länger werdenden Nachschubwegen für fast 2 Millionen Soldaten (Bedarf über 20.000 t Nachschub pro Tag), bis Ende November aus den künstlichen Häfen am Landungsstrand in der Normandie über 600 km per LKW erfolgend – die taktischen Luftstreitkräfte der Amerikaner hatten in Frankreich mit fast völliger Zerstörung der Bahnlinien, Bahnstationen, etc. ganze Arbeit geleistet und in den meisten leistungsfähigen Atlantikhäfen saßen noch immer deutsche Soldaten oder hatten die Anlagen nachhaltig unbrauchbar gemacht- verschafften der Wehrmacht Zeit, ihre geschlagenen Divisionen aufzufrischen und sich angelehnt an die Anlagen des Westwalls wieder einzurichten. Erst Ende November 1944 lief im Hafen von Antwerpen, obwohl Anfang September 1944 von den Briten genommen, der erste Konvoi ein, da die 15. deutsche Armee die obere Schelde als Zugang bis dahin beherrscht hatte.
Der weitere Gegner der US-amerikanischen Truppen war das unbekannte, stark bewaldete Gelände, das einen massiven Ansatz mechanisierter, gepanzerter Kräfte verhinderte und die seit Jahrzehnten schlechtesten Wetterverhältnisse in dieser Region: Dauerregen hatte Gelände und Wege grundlos gemacht, Kälte um den Gefrierpunkt mit Schneegraupel bei weitgehend fehlender Winterbekleidung führte zu Erkrankungen, wie Fußbrand nach tagelangem Ausharren in armseligen, durchnässten Feldstellungen, die man sich oft nur wegen des anstehenden Schiefergesteins mit Hilfe von Sprengladungen hatte anlegen können.
Höhepunkt der Schlachten, so Oberst a.D. Stumpp weiter, war die sogenannte Allerseelenschlacht vom 2. -16. November 1944, wo der zweite auf die Ortschaft SCHMIDT (bei Amerikaner bekannt als „Battle at SCHMIDT“) Großverband der Amerikaner, die 28. Infanteriedivision, erkennbar an dem roten Schlussstein-Abzeichen daher als „Keystone-Division“ und dann wegen der enormen Verluste als „Bloody Bucket“ („Blutiger Eimer“) bezeichnet, die zwar das operative Ziel SCHMIDT gegen die verteidigende 275. Infanteriedivision nehmen konnte, dies aber zwei Tage später durch sofort erfolgte Gegenangriffe durch die 89. Infanteriedivision und als Korpsreserve herangeführte 116. Panzerdivision (bekannt als „Windhund-Division“) wieder aufgeben musste. Die Wehrmacht musste diesen Raum, eigentlich ein völliger Nebenkriegsschauplatz auf beiden Seiten, behaupten, da dieser die rechte Flanke der unter hoher Geheimhaltung befindlichen Vorbereitung der geplanten „Operation Wacht am Rhein“ (der Ardennenoffensive ab 16. Dezember 1944) darstellte. Lediglich das Zwischenziel VOSSENACK und Nebenziel SIMONSKALL im Rahmen der Flankensicherung wurden genommen mit Verlusten von über 6180 Mann, die höchste derartige Rate, die eine amerikanische Division bis heute verzeichnen musste. Aber auch die Wehrmachtsverbände hatten zum Teil erhebliche Verluste hinzunehmen; so verfügte die 1. Kompanie des Heerespionierbataillons 253, eingesetzt im Bereich der Ortschaft Hürtgen, u.a. mit Anlage des größten Minenfeldes in diesen Kämpfen („Wilde Sau“) südlich des Ortes, Ende November 1944 von ursprünglich 140 Mann nur noch über 8 einsatzfähige Soldaten (siehe Literaturhinweis).
Nach dieser Vorinformation übernahm Kamerad Konze das Kommando und führte die Gruppe zunächst zu den Überresten eines Gefechtsstandbunkers am Fuße des Burgberges, der u.a. ab Anfang Dezember von Teilen der hier eingeschobenen 272. Volksgrenadierdivision genutzt wurde. Die Struktur eines solchen Bunkertyps war noch mit Einblick in die Räumlichkeiten gut zu erkennen. Anschließend begann der steile Aufstieg auf den Burgberg, dem „Hill 400.5“ mit dem darauf befindlichen „Krawutschketurm“, eine moderne, stählerne, 13m hohe Aussichtsplattform. Im Krieg stand hier ein hölzerner Beobachtungsturm der Wehrmacht. Diesen Weg hatte am frühen Morgen des 7. Dezember 1944 das 2. US-Rangerbataillon mit heftigen Verlusten aber erfolgreicher Einnahme des Hügels, von dem aus u.a. der Einsatz der Artillerie der Wehrmacht in diesen Kämpfen geführt wurde, genommen; diese Eliteeinheit der Amerikaner, der hier angreifenden 8. US Division temporär unterstellt, hatte sich am D-Day im Omaha-Landeabschnitt mit Einnahme des „Pointe-Du-Hoc“, ausgezeichnet.
Von der oberen Plattform des Turm bot sich ein grandioser Überblick über das Kampfgebiet des Hürtgenwaldes: ein „grünes, wogendes und undurchdringliches Meer“ wie amerikanische Autoren diesen bezeichneten, in dem man sich schnell trotz Karte und Kompass verlaufen, wie öfters durch amerikanische Einheiten geschehen, konnte und den Ernest Hemingway als auch hier befindlicher „War Correspondent“ als „unheimlicher, grüner Wald, in dem die Drachen hausen“ bezeichnete. Die einfachen GI`s der „poor bloody infantry“ bezeichneten diesen weniger prosaisch als „Death Factory“ oder als „Bloody Huertgen“. Sie wiesen auch deutlich dem Befehlshaber der 1. US Armee, GenLt Cortney H. Hodges, der 6 Infanteriedivisionen, eine Luftlandedivision und einen Kampfverband einer Panzerdivision nacheinander in diese operativ sinnlosen Schlachten durch den Hürtgenwald befohlen hatte, statt diesen flankierend und überwachend zu umgehen, die Schuld zu – eine Bewertung hinsichtlich gezeigtem Führungsversagen, die heute einhellig von Militärhistorikern auch so gesehen wird – zu Lebzeiten des „hohen Herren undenkbar! Die Begründung von Hodges und auch einem seiner Korpskommandeure, GenMaj Gerow -V. Korps- als Weltkrieg-I-Veteranen, bestand in der Notwendigkeit einer vollständigen Säuberung dieser undurchsichtigen Region, um die Gefahr einer flankierenden Bedrohung bei ihrem Angriff Richtung RUR und RHEIN durch starke deutsche Kräfte – die nie gegeben war – zu begegnen, wie sie amerikanische Divisionen im I. Weltkrieg in den ARGONNEN erlebt hatten, erscheint wenig überzeugend. Vernünftige Aufklärung, die kaum stattgefunden hatte, hätte hier Klarheit schaffen können.
Es folgte eine Führung durch das „Museum Hürtgenwald 1944 und im Frieden“ in VOSSENACK mit weiteren Erläuterungen und u.a. Zeigen von Originalaufnahmen des Kampfgeschehens, die das US Signal Corps getätigt hatte; eindrucksvoll dabei die Auswirkungen von „General Mud“ (General Schlamm) auf die Bewegungen von Kfz und Panzern der Amerikaner im Waldbereich sowie die Auswirkungen des Bodenkampfes in den Ortschaften. Anschließend wurde der zum Museum gehörende Sanitätsbunker in SIMONSKALL besichtigt, der einzige derartige zu besichtigende Bunkertyp in der Region. Er hatte mit 10x15m Raum Platz für ca. 30 Verwundete und Sanitätspersonal für 4 Mann und diente der Vorbereitung für den Weitertransport in eines der Feldlazarette in den rückwärtigen Divisionsgebieten. In eindrucksvoller Weise betätigte Kamerad Konze die immer noch funktionierende handbetriebene Anlage zur (gegen mögliche chemische Kampfstoffe gefilterte) Frischluftzufuhr und die Telefonlage- immer noch voll funktionsfähig!
Die letzte Station war die Begehung von Teilen des Kampfgebietes des OCHSENKOPFES südwestlich von VOSSENACK, das zuerst durch das 60. US Infanterieregiment der 9. Infanteriedivision Mitte Oktober 1944 erfolglos angegriffen wurde. In der Verteidigung eingesetzt u.a. das XXIV. Luftwaffenfestungsbataillon, zusammengesetzt aus Soldaten der Luftwaffe, zum Teil vorher hochgradige technische Spezialisten, aber ohne Erfahrung im Infanteriekampf, deren vorherige Geschwader oder Verbände schlichtweg aufgelöst waren. Von 640 Soldaten dieses Verbandes waren nach 8 Tagen Kampfeinsatz noch 130 verwendungsfähig.
Anschließend ging es zu Fuß in Richtung eines Kampfbunkers mit noch erkennbaren Stellungen/Gräben im Waldboden seitlich des Weges. Im Januar 1945 wurde dieser Bereich schließlich durch die 78. US Infanteriedivision genommen. Das getätigte Kampfprinzip der Wehrmachtsverbände in der Verteidigung in Anlehnung an die Bunker in diesem Gebiet zeigt eindrücklich die angeführte Zeichnung: sicherer Aufenthalt in den Bunkeranlagen bei Artilleriefeuer und Luftangriffen der Amerikaner (reduziert wegen der Wetterverhältnisse, aber doch bisweilen erfolgt, dabei aber auch Feuer auf eigene Einheiten wegen der äußerst schlechten Sichtverhältnisse), dann – wie dargestellt- beim Angriff der Amerikaner aus den Stellungen außerhalb der Bunker Infanteriekampf mit Möglichkeit beweglicher Kampfführung (Gegenangriffe/kämpfendes Ausweichen) und Feuerunterstützung (hier MG) aus dem Bunker. Die Verluste der Wehrmacht waren daher deutlich geringer als die der Amerikaner, die über 70% ihrer Verluste durch hocheffizientes Feuer der deutschen Artillerie und Mörser in ihren unzureichenden Unterständen („foxholes“) und Kampfständen, die zum Teil im direkten Richten nacheinander, wie im Bereich VOSSENACK geschehen und beim Vorgehen im Gelände bekämpft wurden. Die sogenannten „Baumkrepierer“ verursachten bei der Infanterie die höchsten Ausfälle: die deutsche Artillerie schoss dabei mit hochgezogenem Sprengpunkt, die Geschosse detonierten knapp über den Baumwipfeln und überschütteten damit die darunter befindlichen amerikanischen Infanteristen mit Stahl- und Holzsplittern.
Beim Weg zu diesem in der Zeichnung gezeigten Bunker gab die Gruppe einigen hier lange nach dem Krieg im Waldboden gefundenen Amerikanern und einem deutschen Soldaten an zwei Gedenkstätten, die die identifizierten Familien der amerikanischen Gefallenen hatten errichten lassen und die u.a. durch das Museum in Vossenack betreut werden, die Ehre mit kurzem Verhalten und Anzünden von Totenkerzen. Alle in diesem Gebiet gefundenen gefallenen Amerikaner wurden in Soldatenfriedhöfen in Belgien, den Niederlanden oder in Amerika beigesetzt - kein einziger in Deutschland, da es bis heute gültiges Prinzip ist, dass kein amerikanischer Soldat in ehemaligem Feindesland beigesetzt wird.
Noch etwa 80 amerikanische Soldaten werden in der Region in der Erde vermutet und bis heute ist dort bei Baumaßnahmen vorab der Kampfmittelräumdienst mit der Analyse des Untergrundes tätig.
Sehr nachdenklich angesichts der geschilderten Schicksale der hier weitgehend sinnlos ums Leben gekommenen jungen, unerfahrenen amerikanischen aber auch der auf zwei Soldatenfriedhöfen dort beigesetzten über 5500 deutschen Soldaten, sehr viele Grabstellen mit „unbekannter Soldat“ bezeichnet, begab sich die Gruppe zu einem Abschluss in die Gaststätte „Zum Alten Forsthaus“ in VOSSENACK, wo im Auftrag des Vorsitzenden des Ortsverbandes Kamerad Wolfgang Stallmach den beiden „vortragenden Räten“ als Dankeschön ein feldjägermäßig passendes Geschenk mit freundlichen Worten des Dankes überreichte: der „Alte Fritz“ auf einer Meissner Porzellanmedaille vorne und dem Schwarzen-Adler-Orden hinten.
Literaturempfehlung:
Oberstleutnant Paul Brückner, Die Schlacht im Hürtgenwald-Erfahrungen und Lehren, in: Truppenpraxis 3/1970 (im Intranet Bw verfügbar)
Brückner war als Hauptmann Kommandeur des Heerespionierbataillons 253 und im Bereich von Hürtgen eingesetzt.
Trees, Wolfgang; Hölle im Hürtgenwald, Aachen 2008 (15.Auflage), ISBN:978-3-86858-014-3
Text: Hans-Friedrich Konze
Fotos: Ulrich Stumpp / Werner Käß
Zeichnung: unbekannter Maler, abgelegt im Museum Hürtgenwald 1944 und im Frieden





Ortsverband Bonn hieß seine „Kreuzfahrer“ wieder willkommen

Wenn man 4 Monate lang nur Wasser rund sich ’rum und unter sich hatte, hat man in der Tat ausreichend Flüssigkeit gesehen, sodass man bei der Rückkehr gewiss nicht noch mit neuer Flüssigkeit begrüßt werden will.
So dachte sich der 1.Vorsitzende des Ortsverbands Bonn der Kameradschaft der Feldjäger, Oberstleutnant a.D. Werner Wilden, als es darum ging, dass Rückkehrer-Kontingent der Bonner Feldjägerkompanie von seiner Mission zur Unterstützung der Einsatzgruppe des Ständigen NATO-Marineverbands SNMG2 (Standing NATO Maritime Group 2) in der Ägäis von Bord der Fregatte "Bayern" am Flughafen Köln/Bonn wieder in Empfang zu nehmen. Nahezu 4 Monate unterstützte ein Team von drei Feldjägerunteroffizieren unter Führung eines Feldjägeroffiziers der 6./Feldjägerregiment 2 unsere Bundesmarine als deutschen Beitrag für die griechische und türkische Küstenwache sowie die europäische Grenzschutzagentur FRONTEX zur Aufklärung in der Ägäis. Ziel war, die Kooperation der beteiligten Nationen zu erleichtern und zu ihrem Lagebild beizutragen, damit sie besser gegen Schlepper und ihre Netzwerke vorgehen können.Damit der Empfang der Feldjäger auf dem Köln7Bonner Flughafen dennoch nicht so ganz trocken und ohne Sekt ablief, verteilte der Ortsverbandsvorsitzende jedem Rückkehrer als kleines Begrüßungsgeschenk ein Glas Sektgelee der Weinmanufaktur DAGERNOVA aus dem nahegelegenen Ahrtal.



Danach hieß es für die rückkehrenden Kameraden erst einmal, heim zu ihren Familien zu kehren, um auch dort wieder „richtig zuhause“ anzukommen. Vielleicht macht das Sektgelee ja auch schon Geschmack auf das nächste Frühstück zuhause.
(Werner Wilden)
 

Auszeichnung für langjährige ununterbrochene Vorstandsarbeit
Wenn jemand ein Jahr nach seinem Eintritt in einen Verein schon ein Vorstandsmandat übernimmt, so ist das schon recht ungewöhnlich; will man den Verein eigentlich doch zunächst einmal richtig kennen lernen. Andererseits gibt es mitunter nichts besseres, einen Verein so richtig kennen zu lernen, wenn man aktiv mitmacht, also auch im Vorstand. So war wohl auch „die Denke“ eines treuen Bonn-Aachener Reservisten.
Im Ortsverband Bonn übernahm Kamerad Stabsfeldwebel der Reserve Helmut Dormanns im Jahr 1992 bereits ein Jahr nach seinem Eintritt in die Kameradschaft der Feldjäger die Funktion eines Beisitzers im Vorstand des Ortsverbands.Diese Aufgabe hat er über 26 Jahre ununterbrochen bis Mai 2018 in den Vorständen des Ortsverbands Bonn wahrgenommen. Zuletzt war Kamerad Dormanns die Beisitzeraufgabe als Traditionsbeauftragter für Chronik und Geschichte zugeordnet, der er sich unermüdlich widmete.
Besonders herauszustellen gilt, dass Helmut Dormanns bestrebt war, an nahezu allen Veranstaltungen des Ortsverbands, einschl. der turnusmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen, aber auch an den regelmäßig am ersten Dienstag im Monat (ErDiMo) terminierten Stammtischen der Kameradschaft in Bonn, teilzunehmen. Hierfür nahm und nimmt er eine Anfahrt von ca. 95 km einfache Entfernung aus Aachen bereitwillig in Kauf. Seine Ehefrau Carmen begleitet ihn regelmäßig zu den besonderen Veranstaltungen des Ortsverbands Bonn.
Auf Antrag des Ortsverbands Bonn hat der Bundesvorstand in seiner Sitzung am 07. April 2018 beschlossen, Herrn Stabsfeldwebel der Reserve Helmut Dormanns für langjährige aktive Mitarbeit als Vorstandsmitglied im Ortsverband Bonn die Ehrennadel in Silber zu verleihen.
Aus Termingründen konnte die Aushändigung der Ehrennadel jedoch erst im Rahmen der Vorsstandssitzung des Ortsverbands in Verbindung mit dem regelmäßigen Stammtisch am 07. August 2018 stattfinden. Sichtlich überrascht nahm Kamerad Dormanns die Ehrung aus der Hand des 1.Vorsitzenden im Ortsverband Bonn, Oberstleutnant a.D. Werner Wilden, auf der Bonner Hardthöhe entgegen und versprach, auch weiterhin regelmäßig an den Veranstaltungen des Ortsverbands in Bonn zu erscheinen. Die anwesenden Mitglieder der Bonner Kameradschaft dankten Helmut Dormanns dieses Versprechen mit einem dicken Applaus!

(Text: Werner Wilden; Foto: Albert Liesegang)
 








Ortsverband Bonn zeigte Interesse an der militärischen Nutzung von Radarsystemen
Nicht nur der Ortsverband Bonn der Kameradschaft der Feldjäger, sondern auch zahlreiche aktive Soldatinnen und Soldaten der 6./Feldjägerregeiment 2, nahmen am 24.07.2018 an einer interessanten Führung beim Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radar-technik FHR, Geschäftsfeld Verteidigung, im nahegelegenen Wachtberg teil.
Der weithin sichtbare überdimensionale „Golfball“ hatte schon lange die Neugier der Besucher geweckt und so lag es nahe, dass nach einer vorangehenden Anbahnung beim Tag der Bundeswehr in Bonn ein Kontakt zwischen dem Ortsverband Bonn und der Institutsleitung des Fraunhofer-Instituts hergestellt wurde. Dieser wurde dann zunehmend weiter vertieft und – da die Themen auch bei den aktiven Soldatinnen und Soldaten auf großes Interesse stießen – als eine gemeinsame Exkursion zum europaweit leistungs-fähigsten Weltraumbeobachtungsradar mit dem weltweit größten Radom terminiert.
In Absprache mit der Stabsstelle „Interne und externe Kommunikation“ erhielt die Besuchergruppe nach einer kurzen Einführung zum Fraunhofer-Institut praxisbezogene Kurzvorträge zum Thema „Radar für Aufklärung und Schutz“ – hier geht es im Wesentlichen um ein bodengestütztes System zur Aufklärung von Sprengkörpern im Boden mit Radar. Ein weiteres Thema bildete dann im Rahmen der Weitbereichsaufklärung der  Einblick in die Weitbereichsaufklärung mittels Transportflugzeug C-160 Transall. Das PAMIR-Radar (Phased Array Multifunctional Imaging Radar) gewinnt dabei sehr gute Aufklärungsergebnisse in einer Entfernung von vier bis sieben Kilometern; kann aber auch bis maximal 100 km „blicken“.
Nach einer kurzen Erfrischungspause wurde anschließend der für Militärs sicherlich auch nicht uninteressante Teil der Drohnenaufklärung wie auch der Feldlagerschutz vorgestellt.
Beide Detektionsarten sind artverwandt und klären die für eine effektive Abwehr erforder-lichen Angaben wie Entfernung, Richtung, Geschwindigkeit und Klassifizierung in nahezu Echtzeit auf. Dabei wird die radargestützte Aufklärung zum Feldlagerschutz häufig noch mit einer Kamera zur optischen Aufklärung ergänzt.
Den Höhepunkt bildete zum Abschluss das Radar zur Weltraumbeobachtung TIRA. Dieses Tracking and Imaging Radar ist seit seiner Errichtung in den Jahren 1965-1969 das führende System in Europa zur Erfassung und Analyse von Weltraumobjekten.

TIRA kombiniert eine hochdynamische 34m-Parabolantenne mit einem Verfolgungs- und einem Abbildungsradar. Eine atemberaubende mechanische Beweglichkeit (360-Grad-Drehung in 15 Sekunden) dieses 240-Tonnen-Parabolspiegels in Verbindung mit einer hochgenauen Antriebsregelung ermöglichen die präzise Verfolgung und Abbildung von Weltraumobjekten, aber auch für das Weltraumwetter. Die Größe der Antenne macht das System zudem empfindlich gegenüber extrem schwachen Signalen und erlaubt damit auch die Detektion kleinster Objekte im niedrigen cm Bereich.
Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR arbeitet mit Kooperationspartnern wie dem nationalen Weltraumlagezentrum in Uedem oder der ESA zusammen. Von Interesse ist hier z.B. die Missionsunterstützung in allen Phasen vom Start bis zum Wiedereintritt von Satelliten in die Erdatmosphäre. Dazu zählen Schadensanaly-sen und Berechnungen hochgenauer Bahnparameter für die Wiedereintrittsprognose oder zur Kollisionsvermeidung. Somit trägt das System dazu bei, die Sicherheit für Satelliten zu erhöhen und ein Bild der Lage im erdnahen Weltraum zu generieren.

Zum Abschluss dieses äußerst erlebnisreichen und kurzweiligen Nachmittags waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Besuchs der übereinstimmenden Auffassung, dass soviel interessante Informationen erst einmal „verdaut und nachbereitet“ werden müssen und hiermit sicherlich reichlich Gesprächsstoff für weitere Zusammenkünfte zwischen den Mitgliedern des Ortsverbands Bonn und den Aktiven der Bonner Feldjägerkompanie vorhanden ist.
(Text: Werner Wilden; Fotos: Albert Liesegang, Werner Wilden)



Aktuelle Informationen im Ortsverband Bonn (Stand 15.07.2018)
1.    Der diesjährige Jahresausflug findet nicht - wie im Mitgliederbrief 2-2018 vom 25.05.2018 angegeben - am 13.Oktober 2018, sondern erst am 20.Oktober 2018 statt.
Grund für die Verschiebung ist ein Terminkonflikt bei einem der Exkursionsziele. In Anknüpfung an den Informationsvortrag unseres Mitglieds, Herrn Oberst a.D. Ulrich Stumpp, bei der Jahresabschlussfeier 2017 werden wir am 20.10.2018 im Rahmen einer Militärgeschichtlichen Exkursion den Sanitätsbunker Simonskall sowie das Hürtgenwaldmuseum in Vossenack besuchen. Oberst a.D. Stumpp wird dort zu den jüngeren geschichtlichen Ereignissen in der Eifel ausführen und wird dabei unterstützt werden von unserem Mitglied Oberstleutnant a.D. Hans-Friedrich Konze, der als Hobbyhistoriker in seiner Freizeit auch Führungen durch das Hürtgenwaldmuseum in Vossenack durchführt.
Der Ortsverband Bonn freut sich auf eine rege Beteiligung seiner Mitglieder sowie weiterer Gäste und nimmt ihre Vormerkungen jetzt schon gerne entgegen. Bitte werden sie sich hierzu an eines der Vorstandsmitglieder.
2.  Aufgrund baulicher Mängel musste die aktive 6./Feldjägerregiment 2 in letzten Monat "fluchtartig" ihr Kompaniegebäude räumen. Die Kompanie mit dem Feldjägerdienstkommando ist zwischenzeitlich in die "Baracke" 303 auf der Hardthöhe umgezogen. Dort finden momentan auch die regelmäßigen Treffen im Rahmen des Feldjägerstammtischs des Ortsverbands Bonn ("Jour fixe" am ersten Dienstag im Monat - ErDiMo) statt. Die Baracke befindet sich nördlich des bisherigen Kompaniegebäudes in einer Senke in Richtung Hauptwache. Ganz alte Feldjäger entsinnen sich sicherlich noch, dass dort bis Ende der 70er Jahre die Unterkünfte der damaligen Feldjägerkompanie 900 waren. Der Zugang zur Baracke 303 führt vorbei am ehemaligen Kompaniegebäude Haus 902 und dann weiter auf einem geschotterten Weg in die Senke geradezu auf die Stirnseite der Baracke 303 zu. Die KompanieFührung hat dem Ortsverband Bonn angeboten, seine regelmäßigen Treffen im Rahmen des Jour fixe im Aufenthaltsraum der Baracke 303 durchzuführen. Dies hat der Ortsverband dankend angenommen; das letzte Treffen wurde bereits - aufgrund der sommerlichen Witterung jedoch vor der Baracke 303 - durchgeführt.
Nach Aussagen der KompanieFührung ist beabsichtigt, die 6./Feldjägerregiment 2 und das Feldjägerdienstkommando Bonn zum Ende des Jahres Übergangsweise in die Brückberg-Kaserne nach Siegburg zu verlegen; zumindest so lange, bis dass eine zumutbare und sichere Unterbringung auf der Hardthöhe wieder geschaffen ist.

3. während der urlaubsbedingten Abwesenheit des 1.Vorsitzenden erreichte dieser die traurige Nachricht vom Tode des ehemaligen Kompaniefeldwebels der Bonner Feldjägerkompanie, Herrn Oberstabsfeldwebel a.D. Berthold Simonis. Auch wenn dieser kein Mitglied der Kameradschaft der Feldjäger war, so hatte die Familie um Weitergabe der Information gebeten.
Berthold Simonis war von Oktober 1992 bis März 2001 Kompaniefeldwebel der 3./Feldjägerbataillon 900, die dann später in 4./Feldjägerbataillon 900 umbenannt worden war. Berthold Simonis verstarb am 10.06.2018 unerwartet im Alter von 61 Jahren.
Eine kurzfristige weitere Verteilung der Todesnachricht konnte aufgrund von Kommunikations-problemen leider nicht erfolgen, sodass nur wenige Ehemalige der Beisetzung von Kamerad Simonis beiwohnen konnten.
Ein offizieller Nachruf im nächsten Feldjäger erfolgt nicht, da Oberstabsfeldwebel a.D. Simonis kein Mitglied der Kameradschaft der Feldjäger war. Der Ortsverband Bonn wird ihn dennoch in ehrenden Andenken bewahren.
4.   Der Vorstand des Ortsverbands Bonn wünscht allen Mitgliedern, Freunden und Familienangehörigen im Ortsverband Bonn eine erholsame Sommerzeit sowie viel Gesundheit und hofft - auch trotz Sommerferien und Sommerurlaub - nach wie vor auf eine rege Beteiligung bei seinen Veranstaltungen.
Mit kameradschaftlichem Gruß
für den Vorstand

Werner Wilden
1.Vorsitzender


Ein Besuch bei den Bonner Feldjägern unter dem Motto: "Verbindungen bewahren"
Am 12.04.2018 beehrte der Herr Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Herr Ashok Sridharan, die 6. Kompanie des Feldjägerregiments 2 mit seiner Anwesenheit. Der Besuch stand unter dem Motto; "Verbindungen bewahren".
Bereits im Jahre 2012 wurde einer kleinen Abordnung der Bonner Feldjäger dass Stadtschild der Bundesstadt Bonn durch den damaligen Oberbürgermeister, Herrn Jürgen Nimptsch, Übergeben.
Um diese Verbindung zu erneuern sowie als Zeichen der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Bundesstadt Bonn lies es sich Herr Sridharan nicht nehmen, "seine" Bonner Feldjäger zu besuchen. Um diese Verbindung zu bekräftigen, verewigte sich Herr Sridharan jetzt mit seiner Unterschrift auf dem Stadtschild.

Im Rahmen eines kleinen Lagevortrags zur Unterrichtung wurde dem Oberbürgermeister

durch den Kompaniechef der 6./FJgRgt 2, Herrn Oberleutnant René Goldbeck, dass breite Aufgabenspektrum des Aufgabenbereichs Feldjäger, hier mit dem Schwerpunkt die Aufgaben der Bonner Feldjäger, nähergebracht.

Als Reserveoffizier war der Wissensdurst des Oberbürgermeisters zu Ausstattung und Ausrüstung der Feldjäger natürlich sehr groß und konnte durch einen umfangreichen Waffentisch, bestückt zum einen mit den Waffen, die zu seiner Zeit (1985-87) aktuell waren, wie u.a. dem Gewehr G 3 und dem Maschinengewehr MG 3, sowie zum anderen den aktuellen und neuen Errungenschaften der Kompanie, wie dem Maschinengewehr MG 4, MG 5, der MP 7 und und und, gestillt werden.





Ein Besuch der diensthabenden Schicht, verbunden mit einem kleinen "Plausch" ließ sich Herr Sridharan natürlich auch nicht nehmen. Hauptfeldwebel Krötz, Feldjäger vom Dienst, stand Rede und Antwort und gab einen kleinen Einblick in den Ablauf zu dem Aufgaben und Ereignissen auf einem Feldjägerdienstkommando.
Im Anschluss wurde der Besuch noch mit dem obligatorischen Gruppenfoto " bei bestem Kaiserwetter "  gekrönt.
Auf diesem Wege danken die Bonner Feldjäger nochmals Herrn Oberbürgermeister Sridharan für seinen Besuch und freuen sich auf die weiterhin gute Zusammenarbeit mit ihm, in der und für die Bundesstadt Bonn.
Text/Fotos: Oberleutnant René Goldbeck, 6./Feldjägerregiment 2




Ortsverband Bonn verabschiedet Feldjägerkontingent in die Ägäis
Seit Anfang März 2016 leistet die NATO einen unterstütztenden Beitrag für die griechische und türkische Küstenwache sowie die europäische Grenzschutzagentur FRONTEX zur Aufklärung in der Ägäis. Ziel ist es, ihnen die Kooperation zu erleichtern und zu ihrem Lagebild beizutragen, damit sie besser gegen Schlepper und ihre Netzwerke vorgehen können.
Hierzu lief am 7.März die Fregatte "Bayern" aus Wilhelmshaven aus, übernahm am 16. März die Rolle des Flaggschiffs vom Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main" und wird diese Führungsaufgabe bis August im Rahmen der NATO-unterstütztungsoperation in der Ägäis wahrnehmen. Die Einsatzgruppe des Ständigen NATO-Marineverbands SNMG2 (Standing NATO Maritime Group 2) in der Ägäis wird jetzt von Bord der Fregatte "Bayern" von einem deutschen Marine-Stabsoffizier geführt. Kernauftrag der Einsatzgruppe ist Beobachten und Melden.
Getreu der Leitlinie -Kein Einsatz von deutschen Soldaten im Ausland ohne die unterstütztung von Feldjägern- wird auch diese Mission durch Feldjäger der Bundeswehr unterstütztt. AlsAblösekontingent für die Wilhelmshavener Feldjägerkräfte, die diese Aufgabe bisher wahrgenommen haben, wurde durch die 6./Feldjägerregeiment 2, dem Feldjägerdienstkommando Bonn, am 16. April 2018 ein Team von 3 Feldjägerunteroffizieren unter Führung eines Feldjägeroffiziers für eine etwa viermonatige Einsatzdauer nach Griechenland in Marsch gesetzt.
Neben der KompanieFührung und weiteren Feldjägerkameraden waren auch drei Angehörige des Vorstands des Ortsverbands Bonn der Kameradschaft der Feldjäger zum Flughafen Düsseldorf angereist, um als Zeichen der Solidarität und Verbundenheit die Bonner Feldjägerkräfte bei ihrem Abflug zu verabschieden und ihnen eine erfolgreiche Mission sowie eine gesunde Rückkehr zu wünschen.
(Text/Foto: Werner Wilden)



Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahl im Ortsverband Bonn

Die letzte Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahl lag zwar noch nicht ein Jahr zurück, schon trafen sich die Mitglieder des Ortsverbands Bonn Anfang März 2018 wieder auf der Bonner Hardthöhe zum gleichen Anlass. Mit Freude wurde registriert, dass deutlich mehr Mitglieder als im vergangenen Jahr den Weg zur Mitgliederversammlung  gefunden hatten - der bisherige Vorstand wertete dies als eine Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit.

So war es denn auch nicht verwunderlich, dass der alte Vorstand nahezu komplett zur Wiederwahl antrat. Lediglich Hauptfeldwebel David Mette, bisheriger Beisitzer für das Pressewesen, konnte aufgrund seiner zwischenzeitlich erfolgten Versetzung zur Schule für Feldjäger und Stabsdienst nach Hannover seine gerade erst eingearbeitete tätigkeit nicht weiter fortsetzen. Ebenso hatte Stabsfeldwebel der Reserve Helmut Dormanns auf eine erneute Kandidatur als Beisitzer für Chronik und Geschichte verzichtet; er kann zwischenzeitlich auf eine 26jährrige ununterbrochene Beisitzertätigkeit zurückblicken und wollte die Aufgabe in jüngere Hände abgeben.

Unter der Wahlleitung des ersten Ehrenvorsitzenden im Ortsverbands Bonn, Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann, wurden für eine Amtsperiode von drei Jahren zum 18. Vorstand des Ortsverbands Bonn gewählt:
1. Vorsitzender: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden
2. Vorsitzender: Stabsfeldwebel Ingo Griesenbach
Schriftführer: Feldwebel d.R. Werner Käß
Kassenwart: Hauptfeldwebel d.R. Jürgen Stuhm
Beisitzer: Oberleutnant René Goldbeck
Beisitzer: Oberstleutnant d.R. Peter Henle
Beisitzer: Hauptmann a.D. Albert Liesegang
Beisitzer: Oberstabsfeldwebel a.D. Bernd Rünz
Kassenprüfer: Oberstleutnant Ingo Kloppmeier
Kassenprüfer: Oberstleutnant a.D. Hans-Friedrich Konze
(Ersatz-)Kassenprüfer: Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann
Der Kompaniechef der 6./Feldjägerregiment 2 ist gemäß Satzung Kraft Amtes Mitglied im Vorstand des Ortsverbands; mit Wegversetzung von Major Maik Seifert

Anfang Februar 2018 wurde Oberleutnant René Goldbeck durch den Regimentskommandeur, Herrn Oberst Harald Wegener, mit der Führung der Kompanie beauftragt, sodass Kamerad Goldbeck neben seiner Beisitzeraufgabe auch bis zur Zuversetzung eines neuen Kompaniechefs die Rolle des Beisitzers qua Amtes zufällt.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung wurden unter dem Punkt "Verschiedenes" Ideen für die Veranstaltungs- und Vorhabenplanung 2018/2019 erörtert, welche der Vorstand bereits in seiner konstituierenden Sitzung Anfang April weiter aufgreifen und ausgestalten will.

Text: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden


Jahresabschlussfeier beim OV Bonn
Trotz ungemütlicher Witterung fanden zahlreiche Mitglieder des Ortsverbands Bonn mit ihren Familienangehörigen wieder den Weg auf die Bonner Hardthöhe zum mittlerweile traditionellen jährlichen Jahresabschlussessen.
Ganz besonders erfreut war der neue Vorsitzende, Oberstleutnant i.G. Werner Wilden, von der Anwesenheit und Teilnahme des Ehrenvorsitzenden im Ortsverband Bonn, Herrn Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann, der nach einigen Wochen gesundheitsbedingter Abwesenheit wieder dabei sein konnte - ihm galt ein besonders herzlicher Willkommensgruß!
Ebenso stellte der 1.Vorsitzende heraus, dass es für den Ortsverband eine große Freude und Ehre ist, dass sich seit ca. 1 Jahr der letzte Abteilungsleiter Feldjägerwesen Bundeswehr und General der Feldjägertruppe im Streitkräfteunterstütztungskommando, Herr Oberst a.D. Ulrich Stumpp, dem Bonner Ortsverband angeschlossen hat und an diesem Nachmittag mit seiner lieben Frau Gemahlin an der Veranstaltung teilnahm und es sich zudem nicht nehmen ließ, alle Anwesenden an diesem Nachmittag mitzunehmen in einem Impulsvortrag auf die Spuren der jüngeren Zeitgeschichte in der Eifel.
Last but not least wurde Kamerad Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach begrüßt, dem am Tag zuvor beim zentralen Feldjägertag an der SFJgStDst in Hannover vom Bundesvorsitzenden, Herrn Oberstleutnant d.R. Dr. Peter Schütz, auf Antrag des OV Bonn hin, in Anerkennung seiner Verdienste der Ehrenbrief der Kameradschaft überreicht worden war und dem im weiteren Verlauf der Jahresabschlussfeier dann für seine verdienstvolle Vorstandsarbeit (von nahezu 19 Jahren ununterbrochen als 1.Vorsitzender) der Ehrenvorsitz im Ortsverband angetragen wurde.
Im Sinne des Slogans der Kameradschaft - unterstütztt - verbindet - bewahrt - hätte der OV-Vorsitzende auch gerne mehr aktive Soldatinnen und Soldaten zum Jahresabschlussessen begrüßen wollen, aber mit Verweis auf den Tags zuvor im Standort Bonn stattgefundenen Ball der Streitkräftebasis, bei dem ein nicht unerheblicher Teil der aktiven Kompanie Absicherungsaufgaben wahrnehmen musste, sowie der Tatsache, das beachtliche Teile der Kompanie seit Juli die FJgEinsKp in Mazar e Sharif in AFG stellten und kurz vor dem Kontingentwechsel standen, bat Oberstleutnant Wilden um Verständnis für die sicht- und spürbare Unterrepräsentanz der Aktiven bei dieser Jahresabschlussfeier.
Nach einem Nachmittagskaffee bzw. Tee mit weihnachtlichem Gebäck wurden die zur im Jahr 2017 für treue Mitgliedschaft heranstehenden Kameraden geehrt; es waren dies:
für 35jährrige Mitgliedschaft:
OStFw a.D. Klaus Besgen, OFw d.R. Rolf Hahn, StFw a.D. Wilhelm Herms, Oberstlt a.D. Norbert Küppers, StUffz d.R. Peter Linke,
OStFw a.D. Bernd Rünz,  StUffz d.R. Wilfried Schumer, OFw d.R. Hans Wehmeier;
für 30jährrige Mitgliedschaft:
Hptm d.R. Jens Isselmann, Oberst Thomas Meuser, StFw a.D. Jürgen Swiers;
für 25jährrige Mitgliedschaft:
Oberstlt Ingo Kloppmeier;
für 20jährrige Mitgliedschaft:
OStFw a.D. Winfried Artus, StUffz d.R. Ulrich Gesien, Hptm a.D. Albert Liesegang und Oberst Thomas Speck.
Den letzten Programmpunkt des Tages bildete dann ein festliches Jahresabschlussessen, bei dem das Küchenteam der Offizierheimgesellschaft Bonn-Hardthöhe um Obermaat Klemmer wieder ein kalt-warmes Buffet gezaubert hatte, das keine wünsche mehr offen ließ.
Mit dem Wunsch nach einer ruhigen Adventszeit, einem besinnlichen Weihnachtsfest sowie einem guten Rutsch ins Neue Jahr, verbunden mit der Hoffnung auf eine den Umständen erträgliche Gesundheit für alle, verabschiedete Oberstleutnant i.G. Wilden im Namen des Vorstands die anwesenden Gäste der Jahresabschlussfeier am späten Abend.

(Text: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden)
 
Gastvortrag durch den ehem. GenFJgTr,
Herrn Oberst a.D: Stumpp :  "Impulsvortrag
Spuren der jüngeren Zeitgeschichte in der Eifel"

Auszeichnungen im OV Bonn
für treue Mitgliedschaft

OV-Vorsitzender Werner Wilden (Mitte) mit den beiden Ehrenvorsitzenden im OV Bonn,
Wolfgang Spielmann (re) u. Wolfgang Stallmach (li)



Wolfgang Stallmach ist Ehrenvorsitzender im OV Bonn
für seine langjährrige verdienstvolle Vorstandsarbeit wurde Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach bei der Jahresabschlussfeier des Ortsverbands in Bonn am 25.11.2017 zum Ehrenvorsitzenden des Ortsverbands Bonn ernannt.

Tags zuvor händigte der Präsident der Kameradschaft, Oberstleutnant d.R. Peter Schütz, im Rahmen des Feldjägertags an der Schule für Feldjäger und Stabsdienst in Hannover Wolfgang Stallmach den Ehrenbrief der Kameradschaft aus für seine verdienstvolle Mitarbeit, auch in der zwischenzeitlich fünfjährrigen Funktion als Regionalleiter 6 und somit auch als Mittler und Bindeglied zwischen dem Bundesvorstand und den Ortsverbänden im Westen der Republik.

Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach hatte den Ortsverband Bonn vom 09.10.1998 an ununterbrochen bis zum 02.05.2017 als 1.Vorsitzender geführt; zuvor war er von 1996 bis 1998 als 2.Vorsitzender bzw. von 1994 bis 1996 als Beisitzer ebenfalls Angehöriger des Vorstands des Ortsverbands Bonn. Als 1.Vorsitzender hatte es erfolgreich verstanden, im  Ortsverband Bonn über viele Jahre hinweg einen kontinuierlich hohen Stand an Mitgliedern (~ 100) zu binden und zu betreuen.

Der Vorgänger von Wolfgang Stallmach, Wolfgang Spielmann, wurde seinerzeit für Aufbau und 16jährrige Führung des Ortsverbands Bonn zum "Ehrenvorsitzenden des Ortsverbands Bonn" ernannt (wenngleich dies in der Ehrentafel nicht aufgeführt wird).

Alleine die lange Dauer von annähernd 19 Jahren als Vorsitzender des Ortsverbands, aber auch die von Kamerad Stallmach seit 13.10.2012 bis heute wahrgenommene Aufgabe als Regionalleiter 6 hätten nach einhelliger Auffassung des Vorstands des OV Bonn Anlass für die Verleihung der Ehrennadel in Gold geboten, jedoch hatte der Vorstand des Ortsverbands Bonn in seiner Sitzung vom 06.06.2017 einstimmig beschlossen, in Anlehnung an den Status des bisherigen "Ehrenvorsitzenden im Ortsverband", Herrn Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann, Herrn Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach ebenfalls diesen Status zukommen zu lassen. Der Ortsverband Bonn hatte daher beantragt, Wolfgang Stallmach den Ehrenbrief zu verleihen und gleichzeitig die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Ortsverbands Bonn zuzulassen. Diesem Antrag hatte der Bundesvorstand der Kameradschaft der Feldjäger in seiner Sitzung am 29.07.2017 entsprochen.

Sieht man davon ab, dass im Gründungsjahr des Ortsverbands Bonn am 12.06.1981 ein damaliger Hauptmann Sommerfeld als Gründungsvorsitzender gewählt wurde, dessen - nach mündlicher überlieferung- einzigen Worte in der Kameradschaft  "Ich nehme die Wahl an" gewesen sein sollen, so wurde nach dessen schwerer Erkrankung am 10.09.1082 Kamerad Wolfgang Spielmann zum neuen 1.Vorsitzenden des OV Bonn gewählt, der dieses Amt dann 16 Jahre lang inne hatte, ehe Kamerad Wolfgang Stallmach es für die folgenden fast 19 Jahre ausübte. Diese langjährrige verdienstvolle Führungstätigkeit von beiden Kameraden MUSS mit dem Ehrenvorsitz im Ortsverband gewürdigt werden!

(Text und Foto: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden)


Alle Jahre wieder
kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch das Sommer- und Familienfest der Bonner Feldjägerkompanie. So auch in diesem Jahre 2017. Wie im Vorjahr, am Samstag, den 24. Juni, war es mal wieder so weit.


Die 6./Feldjägerregiment 2 lud ein und viele Angehörige kamen auf die Hardthöhe. Und geboten war so Einiges! Als Platz für die Veranstaltung wählte die Kompanie in diesem Jahr die Wiese hinter dem Kompaniegebäude, welche schon häufig, auch von anderen Einheiten, für Veranstaltungen ähnlicher Art genutzt wurde.

Doch vor Allem nennenswert war, was auf dieser Wiese alles aufgefahren wurde. Zunächst begrüßte ein riesiger, von der Kompanie selbst errichteter Torbogen die angereisten Besucher am Eingang des Festgeländes. Direkt links dahinter wurden diverse Fahrzeuge, vom kleinen Krad über gepanzerte Fahrzeuge, bis hin zum großen LKw, zur Besichtigung ausgestellt. Diese wurden, natürlich gerade von den jüngeren Besuchern, direkt unter die Lupe genommen. Links davon stellte der "EASy-Truck", welcher von der evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V. (kurz: EAS) bereitgestellt wurde, seine zahlreichen Spielgeräte und KinderbetreuungsMöglichkeiten zur Verfügung. Nennenswerte Highlights hierbei bildeten eine große Hüpfburg und das Kinderschminken.

Begab man sich nun weiter auf das Festgelände, lief man geradeaus auf das große Festzelt zu, welches, neben mehreren kleinen Pavillons, Schatten und Sitzplätze bot.
Rechts davon befanden sich die Essens- und Getränkestände. Bekocht wurden die Anwesenden hier durch kräfte des FeldKüchentrupps der 1./Feldjägerregiment 2, welche in erster Linie das Fleisch, welches durch den OV Bonn der Kameradschaft der Feldjäger e.V. gespendet wurde, zubereiteten. Doch diese Speisen waren nicht das einzig Essbare, was geboten wurde. Diverse Salate, Kuchen und weitere kulinarische Spezialitäten wurden durch die Soldatinnen und Soldaten zum Teil selbst, oder durch Ihre Angehörigen, zubereitet und zum Fest zur Verfügung gestellt. Dies verlieh der Veranstaltung einen weiteren, gern gesehenen, familiären Touch. Außerdem war so mit Sicherheit für das leibliche Wohl eines jeden Einzelnen gesorgt.

Gegenüber stand ein 7Tonnen-Anhänger, welcher für die Veranstaltung zur Bühne umgebaut und umfunktioniert wurde. Auf und um diese Bühne herum wurde durch einen Soldaten der Kompanie eine umfangreiche Musik- und Lichtanlage bereitgestellt und aufgebaut, mittels welcher die Besucher mit gut gewählter Musik in angenehmer Lautstärke beschallt wurden. Außerdem wurde die Bühne genutzt, um von ihr aus durch den Tag zu moderieren.
Nicht unerwähnt bleiben soll der kompanieeigene Swimmingpool, welcher zwischen Bühne und Festzelt aufgestellt war und gerade zu Beginn der Veranstaltung, in erster Linie durch die kleinsten Gäste, zur Abkühlung und zum Plantschen, reichlich genutzt wurde.

Doch nun zum eben erwähnten Programm, welches keine Zeit für Langeweile ließ: Als erstes stellte die Ehreneskorte der Bundeswehr, welche aus Soldatinnen und Soldaten, sowie Fahrzeugen der Kompanie bestand, ihr Können unter Beweis. Neben dem protokollarischen Fahren im"Keil", ließen gerade die Motorradfahrer mit Ihrem anspruchsvollen "Motorradballett" die begeisterten Zuschauer staunen.

Danach bekamen die Gäste die Möglichkeit, eine Runde in einem echten gepanzerten LKw, hier YAK, mit(!)zufahren. Die Tour durch die Hardthöhe sorgte gerade bei den kleinen Gästen für große Augen. Zu guter Letzt führte ein Zauberer seine magischen kräfte vor der Bühne, unter Einbeziehung des Publikums vor. Seine zahlreichen "Tricks" sorgten nicht nur bei den kleinen Zuschauern für Verwunderung und Begeisterung zugleich.

Doch das sollte noch nicht Alles gewesen sein. Im Laufe des Tages nutzte der Kompaniechef, Herr Major Seifert, die Gelegenheit des großen Publikums, um mehrere Befürderungen, Ehrungen und Auszeichnungen auszusprechen. für alle Betroffenen wird dieser Rahmen, und auch die Anwesenheit der Angehörigen bei der Maßnahme, ein außergewöhnliches und nicht so schnell zu vergessenes Ereignis darstellen.

Bei all den positiven Eindrücken vom Tag soll eine Angelegenheit, welche ein Stück weit sogar im Mittelpunkt der Veranstaltung stand, nicht unerwähnt bleiben: Dieses Sommer- und Familienfest war für die zahlreichen Soldaten der Kompanie, welche im Juli nach Afghanistan zur Resolut Support Mission verlegen, die letzte große Veranstaltung im Kameradenkreis, an welcher sie teilnehmen konnten, bevor es in den Auslandseinsatz geht. Daher nutzen gerade diese Soldaten mit ihren Angehörigen die Gelegenheit, sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, Verbindungen zu knüpfen und die Kameradschaft, über die Grenzen des Dienstverhältnisses hinweg, in diesem Rahmen, an diesem Tag, auszuleben, zu pflegen und zu genießen.

So verlebten die Besucher des Sommer- und Familienfestes der 6./Feldjägerregiment 2, die auf die Hardthöhe gekommen waren, einen schönen Tag, bei strahlendem Sonnenschein, mit vielen Attraktionen, in einem familiären und rundum gelungenen Ambiente. Und sie werden es auch nächstes Jahr gerne wieder tun!
Text: David Mette, Hauptfeldwebel; Bilder: Alexander Schuberth, Oberstabsfeldwebel


Führungswechsel im OV Bonn

Erleichtert aufatmen durfte der bisherige 1.Vorsitzende des OV Bonn, Stabshaupt-mann a.D. Wolfgang Stallmach, am 02. Mai 2017 bei der Mitgliederversammlung auf der Bonner Hardthöhe. Nach 23 Jahren ununterbrochener Vorstandstätigkeit, davon die letzten 19 Jahre als Vorsitzender im Ortsverband, konnte er sein Amt nunmehr in jüngere Hände legen. Nach Begrüßung, Totengedenken sowie den obligatorischen Tagesordnungspunkten der Rechenschaftsberichte von 1.Vorsitzendem und Kassenwart, sowie dem Kassenprüfbericht, wurde unter der routinierten Leitung des Ehrenvorsitzenden im Ortsverband Bonn, Herrn Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann, durch die Mitgliederversammlung der Vorstand des Ortsverbands neu gewählt.

In Oberstleutnant i.G. Werner Wilden wurde ein intimer Kenner der Hardthöhe  als neuer 1.Vorsitzender gefunden, der zugleich auch über 25jährrige Vorstands-erfahrung im Ortsverband Bonn verfügt.

Als Bekräftigung und sichtbares Zeichen der engen Verbundenheit und Verzahnung mit der aktiven Feldjägerkompanie  wählte die Mitgliederversammlung Stabsfeld-webel Ingo Griesenbach zum 2.Vorsitzenden des Ortsverbands Bonn.

Stabsfeldwebel d.R. Jürgen Stuhm wurde in seinem Amt als Kassenwart des Ortsverbands erneut bestätigt. Dieses Amt übt er nunmehr seit 19 Jahren aus und  war davor bereits schon weitere 9 Jahre als Beisitzer in den jeweiligen Vorständen aktiv tätig.

Die Schriftführeraufgaben im neuen Vorstand werden von Feldwebel d.R. Werner Käß übernommen, der Oberstleutnant d.R. Peter Henle nach dessen 35jährriger Amtszeit als Nachfolger ablöst.

Peter Henle bleibt dem Vortand jedoch als Beisitzer für Mitgliederpflege und Reservistenangelegenheiten weiter erhalten.
Ebenfalls wiedergewählt als Beisitzer wurde Hauptmann a.D. Albert Liesegang, der den Vorstand in den Aufgabenbereichen Datenschutz und IT-Sicherheit auch weiterhin berät und unterstütztt.

Als Beisitzer für Geschichte, Chronik und Wahrung der Tradition wurde Stabsfeldwebel d.R. Helmut Dormanns gewählt, der auch schon zuvor seit 25 Jahren als Beisitzer dem bisherigen Vorstand angehörte.

Da sich der neue Vorsitzende mit seinem Vorstand die Werbung neuer Mitglieder als eines der Hauptziele gesetzt hat, wurde Oberleutnant René Goldbeck als Mittler zu den aktiven Soldatinnen und Soldaten ebenfalls als Beisitzer mit genau dieser Aufgabe in den neuen Vorstand gewählt.

Als Pressewart für Berichte in der Zeitschrift DER Feldjäger und im Internet zeichnet zukünftig Hauptfeldwebel David Mette als neuer Beisitzer für redaktionelle Aufgaben verantwortlich.

Major Maik Seifert, Kompaniechef der 6,/Feldjägerregiment 2, komplettiert als Mitglied kraft Amtes den nunmehr 10köpfigen neuen Vorstand des Ortsverbands Bonn.
Die Amtszeit des neu gewählten Vorstands wurde für zunächst ein Jahr festgelegt.

Der neu gewählte Vorstand bedankt sich bei allen Mitgliedern im Ortsverband für das entgegengebrachte Vertrauen.
Mit einem ausdrücklichen dank an den bisherigen 1.Vorsitzenden, Herrn Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach, der in seiner ihm noch verbleibenden Funktion als Regionalleiter 6 auch weiterhin für den Ortsverband Bonn zuständig bleibt, beendete der neue 1.Vorsitzende, Oberstleutnant i.G. Werner Wilden, die Mitgliederversammlung 2017.

(Text: Werner Wilden, Obertlt i.G.; Bild: Albert Liesegang, Hptm a.D.)





Besondere Geschenke zu Heiligabend in Bonn
Traditionell an Heiligabend besuchte eine kleine Abordnung aus dem Vorstand des Ortsvorstandes Bonn am 24.Dezember 2016 die diensthabende Schicht im Feldjägerdienstkommando Bonn, um ihr im Namen der Kameradschaft der Feldjäger e.V. Grüße und wünsche zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr  zu überbringen. Wie all' die Jahre hatte die Kameradschaft für jeden diensthabenden Feldjäger eine Tüte mit essbaren Sachen, aber  natürlich auch einige Kiste mit alkoholfreien Getränken  mitgebracht.

Es ist bereits seit mehreren Jahren guter Brauch, dass einige Vorstandskameraden des Ortsverbands Bonn an Heiligabend im Feldjägerdienstkommando Bonn erscheinen und den anwesenden Soldatinnen und Soldaten persönlich die besten wünsche zum Weihnachtsfest übermitteln. In diesem Jahr jedoch hatte die Kameradschaft eine zusätzliche Weihnachtsüberraschung im Gepäck. Ein Mikrowellen-Kombi-Gerät mit Grill- und Heißluftfunktion soll den diensthabenden Frauen und Männern jederzeit- nicht nur an Heiligabend- die Gelegenheit geben, sich unabhängig von den Öffnungszeiten der Kantinen während ihres Schichtdienstes mit warmem Essen zu versorgen.

Sichtlich erfreut nahmen die anwesenden Soldaten die Mitbringsel entgegen. Der diensthabende Schichtführer der Bonner Feldjäger, Herr Oberstabsfeldwebel  Dirk Schwabe und seine Schicht bedankten sich stellvertretend für alle Soldatinnen und Soldaten der Kompanie für die kameradschaftliche unterstütztung und Betreuung des Ortsverbands Bonn sowie das auch zum diesjährigen Weihnachtsfest wieder gesetzte Zeichen der Solidarität durch den Ortsverband der Kameradschaft.
In kleiner Runde wurden dann noch die Besonderheiten des Dienstes über die Feiertage von einst mit den heutigen Gegebenheiten im kameradschaftlichen Gespräch verglichen. Dabei konnte einhellig festgestellt werden, dass sich die generellen Anforderungen an die Bonner Feldjäger trotz zwischenzeitlich geänderter Rahmenbedingungen nicht wesentlich verändert haben.

Der Vorstand des Ortsverbands Bonn wünscht allen Mitgliedern, Freunden und Bekannten sowie allen in den ausländischen Einsatzgebieten Dienst leistenden Soldatinnen und Soldaten viel Soldatenglück sowie Gesundheit und alles erdenklich Gute für das Neue Jahr.

(Text und Fotos: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden)



Ortsverband Bonn von NS-Ordensburg Vogelsang beeindruckt
Einen nachhaltigen Eindruck hat der Erinnerungsort der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang bei der Besuchergruppe des Ortsverbands Bonn der Kameradschaft der Feldjäger am 22. Oktober 2016 hinterlassen. Mit gut aufbereiteten Informationen erlebte die Gruppe in einer SpezialFührung auf einem geführten Plateaurundgang eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Bauwerks. Der Referent der Führung, Herr Dirk Küsters, stellte die Bedeutung von Vogelsang als NS-Ordensburg, aber auch in der späteren Nutzung als Teil eines Truppenübungsplatzes unter belgischer Leitung und der heutigen Nutzung als Informationszentrum des Nationalparks Eifel heraus. Neben den drei Exponaträumen "Ehrenhalle", "Burgschönke" und "Kameradschaftshaus" wurden in der SpezialFührung die verschiedenen Perspektiven des historischen Orts Vogelsang vermittelt.



während hierbei im ersten Teil durch die angereisten "gelernten" Feldjäger bei Zweck und Nutzung der Anlage die Zusammenhänge und Parallelen zur ehemaligen Feldjägerschule in der Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen deutlich wiedererkannt wurden, schwenkte die Geschichte Vogelsangs zum Ende des 2. Weltkriegs dann in einen deutlich regionalen Bezug. Stichworte wie "Schlacht im Hürtgenwald" und "Vormarsch der Amerikaner zum Rhein" können durch den militärgeschichtlich bewanderten Besucher dabei mühelos in einem  Zusammenhang gebracht werden. Eindrucksvoll schilderte Herr Küsters, wie zunächst die Amerikaner, dann nach Bildung der Besatzungszonen in Deutschland, der für die britische Zone verantwortliche Feldmarschall Montgomery zunächst den Auftrag zur Sprengung ("blow it up") gab, letztendlich aber der Schaffung eines 43 Quadratkilometer großen "deutschfreien Gebiets" um die Burg einwilligte, was in Folge zur kurzfristigen Räumung der Ortschaft Wollseifen innerhalb von 14 Tagen (zum 01.09.1946) und Gründung der Aussiedlerhöfe Raffelsbrand im Hürtgenwald führte.

Von 1950 bis 2005 wurde die ehemalige NS-Ordensburg durch das belgische Militär als Camp Vogelsang genutzt; das gebäude der belgischen Militärpolizei ist als solches heute noch an der Zufahrt zur Burganlage erkennbar. Der durch das Militär genutzte Unterkunftsblock -van DooRené, von den Nationalsozialisten als "Haus des Wissens" mit gigantischen Ausmaßen (100 x 300 m) geplant, dann aber nur in Teilen errichtet, wie auch ein durch die belgische Armee eingerichtetes Theater- und Truppenkinogebäude durften zusätzlich im Rahmen der SpezialFührung von innen besichtigt werden.
      
Nach dem Mauerfall und dem Aufräumen durch das Militär wurde Vogelsang nun inmitten eines Naturschutzgebiets - verGrüßert als Nationalpark, in dem die umliegenden Landes-Forstbetriebe aus ihrer eigentlichen Nutzung herausgenommen wurden - zu einem "internationalen Platz (IP)" mit Ausstellungs- und Bildungszentrum, außerschulischem Lern- sowie kulturellem Veranstaltungs- und Tagungsort ausgebaut. für den Naturpark bestehen sehr restriktive Auflagen für die Besucher; hier will man die Natur sich selbst überlassen, der Mensch darf nicht in das ökologische System eingreifen.

Erst kurz vor dem Besuch des Ortsverbands, am 11. September 2016 wurde das neue Forum Vogelsang IP mitten im Nationalpark Eifel feierlich eröffnet. Neben den Ausstellungsbereichen bietet das neue Forum Vogelsang IP ein Seminar- und Tagungszentrum, eine Gastronomie mit außergewöhnlichem Landschaftsblick sowie eine Aussichtsplattform auf dem 48 Meter hohen historischen Turm. Nach 4  Jahren Bauzeit wurde aus dem historischen Zentralbau der 100 ha großen, denkmalgeschützten Anlage Vogelsang ein modernes, 12.500 qm umfassendes Besucher- und Ausstellungszentrum. Herzstücke des Projekts sind neben dem 1.800 qm großen Besucherzentrum zwei große Ausstellungen, die einen zeitgerechten, barrierefreien und 4-sprachigen Zugang ermöglichen. Die nachdenklich machende Dauerausstellung "Bestimmung. Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen" bietet darüber hierbei weitere vielfältige Betrachtungen zum Erinnerungsort Vogelsang.

Wenngleich mit herzhaftem Eifelwetter Witterungsverhältnisse herrschten, die im zumeist sonnigen Allgäu seltener anzutreffen sind, empfanden die Teilnehmer den diesjährigen Jahresausflug des Ortsverbands Bonn als einen gelungenen Tag!
(Werner Wilden)









Feuertaufe für die Bonner Feldjäger
Die Einnahme der neuen Bundeswehrstruktur führt auch zu Veränderungen im Feldjägerwesen. Auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland wird zukünftig aus 23 Feldjägerdienstkommandos heraus Feldjägerdienst geleistet; hinzu kommt die Personenschutzkompanie des Berliner Feldjägerregiments. Diese Umstrukturierung bedingt leider auch die Auflösung traditionsreicher Feldjägereinsatzkompanien.
Nachdem bereits 2005 das Feldjägerdienstkommando Köln als nördlicher Nachbar der Bonner Feldjäger mit dem Feldjägerdienstkommando Bonn fusioniert wurde, wird mit der neuen Bundeswehrstruktur nun das südlich gelegene Feldjägerdienstkommando Koblenz zum 01.04.2014 aufgelöst. Der ehemalige Einsatzraum der Koblenzer Feldjäger wird auf die Feldjägerdienstkommandos Mainz und Bonn verteilt.
Mit der übernahme der Verantwortung über den neuen Einsatzraum durch die Bonner Feldjäger wurde am Montag, 13.01.2014, begonnen. Die Erkundungen vor Ort, die persönlichen Vorstellungen bei den Standortältesten und Kasernenkommandanten im neu hinzugekommenen Einsatzraum waren noch nicht abgeschlossen, als am Donnerstagabend der gleichen Woche (16.01.2014) der Alarmanruf der Polizei einging: Absturz eines Bundeswehr-Tornados!
Angegebener Absturzort: "Koblenz-Laubach" im neu hinzubekommenen Einsatzraum.
Von diesem Gott-sei-Dank nicht regelmäßig erforderlichem Feldjägereinsatz berichtete jüngst der Kompaniechef der Bonner Feldjäger, Hauptmann Stefan Pierkes, beim Februar-Stammtisch des Bonner Ortsverbands auf der Hardthöhe.

Foto: Hauptmann Stefan Pierkes (links), Kompaniechef der 3./FJgBtl 252, erläutert den interessierten Mitgliedern des OV Bonn den Feldjägereinsatz seiner Kompanie


Angefangen von der Alarmierung der schichtfreien Feldjäger der Kompanie über die Inmarschsetzung erster verfügbarer kräfte zur Erkundung und Aufklärung bis hin zu den Tücken der Angabe der Absturzstelle stellte der führer der Bonner Feldjäger dabei seine "Feuertaufe" vor.
Bereits 90 Minuten nach Eingang der Absturzmeldung waren die Bonner Feldjäger mit über 10 Streifen an der ca. 150 km entfernten Unfallstelle vor Ort. Mit Fotos und Skizzen hinterlegt ging Hauptmann Pierkes auf die Besonderheiten der Absturzstelle ein. Diese wurde durch die "Eifelautobahn", die A 48, durchschnitten. Nach rascher Abstimmung mit dem verantwortlichen Flugsicherheitsoffizier des nahe gelegenen Fliegerhorstes Büschel und den verschiedenen Polizeikräften - nördlich und südlich der Autobahn bestanden unterschiedliche Zuständigkeiten; hinzu noch die Autobahnpolizei für die A 48 - wurde sehr schnell entschieden, nur für den südlich der Autobahn gelegenen Teil der Absturzstelle einen Militärischen Sicherheitsbereich einzurichten, da sich hier die Hauptteile des Flugzeugwracks befanden. Das Gelände nördlich der Autobahn wurde durch Soldaten der Luftwaffensicherungsstaffel nach der Cockpit-Kanzel und dem Schleudersitz abgesucht.
Somit konnten sich die Bonner Feldjäger auf en Militärischen Sicherheitsbereich und die Herausforderungen einer Absicherung des dunklen Waldstücks konzentrieren.
Da sich die beiden Piloten rechtzeitig mit dem Schleudersitz retten konnten, blieb den Feldjägern die traurige Suche nach Leichen erspart.
In seinem interessanten Vortrag referierte Hauptmann Pierkes, mit welchen Mitteln und Wegen sich die lokale und überregionale Presse Zutritt zur Absturzstelle verschaffen wollte. Die AusFührungen des Kompaniechefs zu den vor Ort erschienenen "Vermessern" konnte das jüngst aufgenommene Mitglied des Ortsverbands Bonn, Oberstleutnant a.D. Hans-Friedrich Konze - selbst"gelernter" ehemaliger Feldjägeroffizier und zuletzt aktiver Stabsoffizier im Amt für Geoinformationswesen in Euskirchen - durch weitere fachkundige Hintergrundinformationen ergänzen. So wirkt das Militärische Geowesen nicht nur durch eine zentimetergenauen Einmessung der Wrackteile mit -gegebenenfalls kann aufgrund der Lage die spätere Absturzursache rekonstruiert werden-, auch tragen diese Experten mit ihrer Bodenbewertung dazu bei, über das Ausmaß einer evtl. Kontamination zu befinden.
Sowohl aus Feldjäger- als auch aus MilGeo-Sicht waren sich die beiden Referenten einig, das solche Einsätze bestimmt nicht zur Regel werden müssen, wohl aber muss für solche Einsätze entsprechende Vorsorge getroffen und auch in regelmäßigen Abständen überprüft werden.
(Text und Foto: Oberstlt i.G. Werner Wilden)


Bonner Feldjäger informierten ihren OV zum eDTA
Seit Mitte 2013 wird der neuen elektronische Dienst- (eDA) und Truppenausweis (eTA) in der Bundeswehr eingeführt. Die Ausweise lösen den bisherigen Papierausweis und die PKIBw-Chipkarte weitgehend ab (Public Key Infrastructure der Bundeswehr = kryptografischer Infrastrukturdienst, der es erlaubt, auf der Basis von asymmetrischen kryptografischen Verfahren [Privat Public Key Verfahren] unterschiedliche sicherheitstechnische Mechanismen umzusetzen).
Geplant ist die Ausstattung der zivilen und fast aller Militärischen Bundeswehrangehörigen (ab Unteroffizier aufwärts).
Der neue Ausweis im Scheckkartenformat führt verschiedene Funktionen zusammen und ist dadurch sowohl für Sichtkontrollen als auch für die elektronische Nutzung flexibel einsetzbar.
Die neuen elektronischen Dienst- und Truppenausweise (eDTA) verändern auch die Arbeit der Feldjäger. Die Feldjägerdienstkommandos wurden von der BWI (eigenständige IT-Gesellschaft, an der die Bundeswehr mit 49,9%, Siemens 50,05 und die IBM 0,05% der Anteile halten) mit Lesegeräten ausgestattet und im Umgang mit den modernen Terminals geschult.
Mit dem Gerät können die Feldjäger Ausweise auf ihre Echtheit und Gültigkeit überprüfen und bestimmte Daten auslesen, wie etwa die organisatorische Einheit der Kartenbesitzerin oder des Kartenbesitzers.
In der Karte sind zwei Prozessorchips integriert: ein kontaktbehafteter und ein kontaktloser. Sie ermöglichen elektronische Anwendungen, für die bislang verschiedene Chipkartensysteme erforderlich waren. Auf dem elektronischen Dienst- und Truppenausweis lassen sich zudem individuelle Daten des Karteninhabers speichern, zum Beispiel Name, Dienstort, Dienstgrad und organisatorische Einheit.
Foto: Lt Goldbeck, Zugführeroffizier der 3./FJgBtl 252, erläutert den interessierten Mitgliedern des OV Bonn die Handhabung des Geräts
Der kontaktlose Chip eröffnet weitere NutzungsMöglichkeiten, die dezentral implementiert werden können. Die Bundeswehr bereitet die Nutzung dieser Funktionen gegenwärtig vor. Denkbar sind beispielsweise die elektronische Zeiterfassung, die Zutrittskontrolle zu Liegenschaften und gebäuden mit und ohne PIN-Abfrage sowie eine Bezahlfunktion in Kantinen.
Mit dem neuen elektronischen Dienst- und Truppenausweis wird einer Forderung des Bundesministeriums des Innern nach Erweiterung des bisherigen Ausweises als Sicherheitsdokument gemäß internationaler Normen nachgekommen. Die Herstellung des Sicherheitskartenkörpers im Integration der Chips und der optischen Personalisierung - viel mehr als ein biometrisches Passbild, erfolgt durch die Bundesdruckerei in Berlin. Als technische Voraussetzung für Beantragung, Produktion und Verteilung der eDTA wurden von der BWI Serversysteme erweitert und ein Kartenmanagementsystem zur Verwaltung der Nutzerdaten zur Herstellung der Ausweise bereitgestellt. Nach Abschluss der Pilotphase hat nun seit Mitte 2013 der Flächenrollout begonnen.
(Textquelle: Dr. P.Wienand in:  ANTENNE, Zeitschrift für die Führungsunterstütztung der Bundeswehr, Ausgabe 4/2013)
(Oberstleutnant i.G. Werner Wilden)

Gruß der Bonner FJg aus Afghanistan
Der 2.Vorsitzende des OV Bonn und Kompaniechef der Bonner Feldjäger, Major Lars Meinzer, sowie vier weitere Kameraden seiner Kompanie leisten derzeit Dienst im Provost Marshal Office in Mazar-E Scharif/Afghanistan.
Zur Mitte der Einsatzdauer erreichte der Ortsverband Bonn folgender Brief:

Die erwähnte bzw. auch auf dem Foto gezeigte Kompaniefahne wurde den Bonner Feldjägern bereits 2011 als sichtbares Zeichen der Solidarität mit den im Ausland eingesetzten Feldjägern vom Ortsverband Bonn gestiftet.

Die Kompaniefahne wird von zwei in Afghanistan gefertigte Fahnenbänder geschmückt; ein Fahnenband trägt  die Aufschrift "Kameradschaft der Feldjäger - Ortsverband Bonn"  und  das andere  einsatzbezogene Daten des jeweiligen Feldjägerkontingents. Nach Einsatzende wird das Fahnenband des Feldjägerkontingents nach dessen Rückkehr einen würdigen Platz im Foyer des Kompaniegebäudes erhalten.

Die Kompaniefahne mit dem Wappen der Bonner Kompanie zeigt die Farben der Bundesrepublik Deutschland. Im oberen schwarzen Feld den Feldjägerstern; im mittleren Feld auf rot ein silbernes Balkenkreuz. Links das Wappen von Andernach als Hinweis zur Gründung der Kompanie 1955 und Standort vom 15.12.1955 bis 21.05.1957.
Rechts das Wappen von Rheinbach, Standort der Kompanie vom 22.05.1957 bis 31.03.1965. Im unteren goldenen Feld der Löwe der Stadt Bonn, dem derzeitigen Standort der Kompanie. Das Wappen wurde im Dezember 1972 anlässlich der Versetzung des damaligen Kompaniechefs, Oberstleutnant Kudszus, von diesem gestiftet und wird seitdem vom Feldjägerdienstkommando Bonn geführt.
(Text: Oberstlt i.G. Werner Wilden)


Ein Stück Heimat für die BONNER Feldjäger

Oberbürgermeister Nimptsch überreicht Ortseingangsschild

für 27 Soldatinnen und Soldaten der 3./Feldjägerbataillon 252 hieß es im Jahre 2010 Abschied nehmen; Abschied von Familie, Freunden, Kameradinnen und Kameraden sowie der Heimat standen aufgrund eines Auslandseinsatzes in die Krisengebiete weltweit an.

Abschied nahm auch das Stadtoberhaupt der Bundesstadt Bonn, Jürgen Nimptsch (SPD). Er ließ es sich nicht nehmen, seine Soldatinnen und Soldaten persönlich am Militärischen Teil des Köln/Bonner Flughafens zu verabschieden. Nachdem alle Soldatinnen und Soldaten der Bonner Feldjägerkompanie gesund aus den Einsatzgebieten zurückgekehrt waren und langsam wieder den Inlandsdienst aufgenommen hatten, überraschte der Oberbürgermeister die Bonner Militärpolizisten mit einem Besuch auf der Bonner Hardthöhe. Neben einem emotionalen Video wurden in einer Gesprächsrunde die Eindrücke und Erfahrungen dem Stadtoberhaupt mitgeteilt. Er zeigte sich sichtlich beeindruckt und versprach seinen Soldatinnen und Soldaten mehr Wertschätzung in der Stadt zukommen zu lassen.

Um die Trennung von der Heimat nicht so schwer zu machen, Übergab der Oberbürgermeister bei einem Empfang einer Delegation der 3./Feldjägerbataillon 252 unter Führung des Kompaniechefs, Hauptmann Lars Meinzer, im Alten Rathaus ein Ortseingangsschild. Dazu sagte der Oberbürgermeister:

"Dieses Schild soll Ihnen symbolisch zeigen, dass ihre Heimat auch im Auslandseinsatz immer bei Ihnen ist."

Das zwischen Bonn und Afghanistan knapp 7000 km liegen aber erlebte Ereignisse wie Tot und Verwundung sehr nahe gehen können, erfuhren Schülerinnen und Schïüer einer Oberstufe eines Bonner Gymnasiums in einer anschließenden Diskussionsrunde von ihren Bonner Feldjägern. "Ich freue mich, dass wir in unserer Stadt durch unseren Oberbürgermeister diese Wertschätzung erhalten und durch unsere Erfahrungsberichte den Menschen vor Ort die Eindrücke näher bringen können" sagte der Kompaniechef Hauptmann Lars Meinzer zum Abschluss der Veranstaltung.

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