Ehrung Somalia-Veteranen - Feldjäger

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Ehrung Somalia-Veteranen

Feldjaegertruppe
25 Jahre und 6 Monate, nachdem der letzte Soldat aus Somalia kommend wieder deutschen Boden betreten hat……… Ende gut - alles gut?
 
Am 15. Oktober 2019 wurden im Landeskommando Rheinland-Pfalz in Mainz bei einer kleinen Zeremonie Soldaten, die in Somalia (1993-94) oder Kambodscha (1991) Dienst geleistet hatten, vom Kommandeur des Kommandos, Oberst Erwin Mattes, mit der Einsatzmedaille der Bundeswehr ausgezeichnet.
 
Kurios? Ja!
 
Zur Vorgeschichte: Bei der Stiftung der Einsatzmedaillen der Bundeswehr hatte man aus nicht nachvollziehbaren Gründen als Stichtagsjahr 1995 gewählt, was verständlicherweise viel Unmut und Unverständnis bei den Soldaten, die vorher unter ganz ungeklärten Voraussetzungen im Ausland eingesetzt waren, hervorrief. Es gab damals weder gesetzliche Grundlagen (Bundesverfassungsgericht), noch waren die Versorgungsbedingungen geregelt. Das persönliche, wie auch familiäre Risiko war ungleich schwerer einzuschätzen als heute.
 
Viele Eingaben an das Bundesverteidigungsministerium, blieben lange Jahre auf der Strecke. Ein erneuter Vorstoß der ehemaligen Stellvertretenden Kommandeure der Einsatzkontingente (Oberst a. D. Eigenbrod und Oberst a.D. Benkel) im vergangen Jahr an die Ministerin und den Wehrbeauftragten, der sich immer für die Verleihung an alle Soldaten eingesetzt hatte, führten überraschenderweise nun doch zum Erfolg – das Stichtagsjahr entfiel. Wohl auch die besondere Fürsprache des Generalinspekteurs hat dazu beigetragen.
 
Wer nun glaubte, es sei alles geregelt und die Bürokratie würde beginnen zu laufen, der irrt gewaltig. Das Ministerium ließ verlauten „es gäbe keine Listen mehr, wer, wann und wo eingesetzt gewesen sei und außerdem verbiete der Datenschutz weitere Auskünfte“. Angefügt wurde ein Antragsverfahren für die Betroffenen. Aufgrund der langen Zeit ist aber die Masse der Betroffenen nicht mehr im Dienst. Um das Verfahren an die vorwiegend ehemaligen Soldaten zur Kenntnis zu bringen, haben sich die beiden ehemaligen Stellvertretenden Kommandeure auf ganz unterschiedlichen Wegen, mit teilweise kriminalistischer Energie daran gemacht, die Adressen der Betroffenen zu ermitteln und ihnen das Antragsverfahren aufzuzeigen. Ein Großteil wurde gefunden, aber noch viele Namen und Adressen sind auf der Suchliste, teilweise auch schon verstorben.  
 
17 ehemalige Soldaten, teilweise in Uniform oder in angemessener ziviler Bekleidung waren zur Auszeichnung erschienen – dabei 5 Feldjäger aus dem 1. Kontingent von UNOSOM 2.
 
Anschließend war noch Gelegenheit, im kameradschaftlichen Gespräch sich an der einen oder anderen Anekdote aus den Einsätzen zu erfreuen.
 
Wer als Betroffener noch keine Informationen zum Antragsverfahren hat, das keine zeitlichen Vorgaben beinhaltet, kann sich wenden an:
 
Für 1. Kontingent: Oberst a.D. Eigenbrod     w.j.eigenbrod@t-online.de
 
Für 2. Kontingent: Oberst a.D. Benkel          manfred.benkel@t-online.de
 
Übrigens, die Feldjäger des ersten Kontingents treffen sich regelmäßig im Januar in Koblenz.
 
Ansprechpartner ist Oberstabsfeldwebel a.D. Thomas Haardt – Verbindungsaufnahme über Feldjägerdienstkommando Mainz.
 
Text: Henning Wiesner, Oberst a.D. – Bilder: OStFw Zöller

 
Bild 1: von links nach rechts: Hauptfeldwebel d.Res. Torsten Schmitt, Oberstabsfeldwebel a.D. Benno Müller, Oberst a.D. Henning Wiesner, Oberstabsfeldwebel a.D. Thomas Haardt, Hauptfeldwebel d.Res. Stefan Ternes


 
Bild 2: Die neuen Medaillenträger mit dem Kommandeur des Landeskommandos, Oberst Mattes, in der Mitte


Bild 3: Medaillenverleihung





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