Feldjägerwoche - Feldjäger

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Feldjägerwoche

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Regimentskommandeure und Stabsoffiziere der Feldjägertruppe kommen zur traditionellen „Feldjägerwoche“ in Hannover zusammen
Der alljährliche Weiterbildungslehrgang für Regimentskommandeure und Stabsoffiziere des Feldjägerwesen Bundeswehr an der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr fand in diesem Jahr vom 18. bis zum 22. November 2019 statt. Nach knapp einem halben Jahr in Führungsverantwortung hat Oberst Häussler dem Führungspersonal der Feldjägertruppe seine „3a“ persönlich dargelegt. So stand der diesjährige Lehrgang unter dem Motto „Aufgabenbereich Feldjägerwesen Bundeswehr 2019: Bestandsaufnahme, Erfahrungen, Ziele“.
Die vorgetragenen Themen erwiesen sich als äußerst vielschichtig. Eröffnet wurde der Weiterbildungslehrgang mit zwei Hochwertvorträgen. Die ministerielle Perspektive mit dem Themenschwerpunkt „Host Nation Support“ durch den Referatsleiter FüSK II 2 im BMVg, Oberst i.G. Baumgard sowie der Bewertung eines Truppenkommandeurs, Brigadegeneral Spannuth. Letzterer gab Einblicke in VJTF[1] aus Sicht des Kommandeurs, da er sich dieser Herausforderung in seiner Vorverwendung als Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9 annehmen durfte.
Nach einer „tour d´horizon“ durch den Abteilungsleiter Feldjägereinsatz wurde der Abend mit dem traditionellen „Ice Breaker“ beschlossen. Hier gab es erste Gelegenheit, sich mit Kameraden zusammenzusetzen und auszutauschen. Am Dienstag referierte die Abteilung Feldjägereinsatz Bundeswehr u.a. zum Feldjägereinsatz bei Flugzeugabstürzen und Flugunfällen – ein Thema, das den Aufgabenbereich in diesem Jahr aufgrund mehrerer schwerer Unglücksfälle beschäftigte. Als externer Dozent konnte dazu Oberst i.G. Martin als stellvertretender General Flugsicherheit der Bundeswehr gewonnen werden. Der Kompaniechef der 5./Feldjägerregiment 1, Major Breitling, berichtete hierzu zu seinen Erfahrungen und Herausforderungen beim Absturz der zwei Eurofighter im Raum Nossentiner Hütte. Den Dienstagnachmittag rundete die Abteilung Grundlagen und Weiterentwicklung ab, indem sie in kurzen Vorträgen Einblicke in den derzeitigen Sachstand der Weiterentwicklung durch die Fachdezernate gab.
Abteilung Führung, deren Vortragsanteile sich auf den Mittwochnachmittag und Freitag erstreckten, gab einen Rumdumblick in die Themenfelder Personal, Logistik, Reserve, sowie in die Traditionsarbeit durch die Vorstellung der Militärgeschichtlichen Lehrsammlung an der Schule für Feldjäger und Stabsdienst. Im letzten Jahr erstmalig durchgeführt und begeistert aufgenommen wurde die Podiumsdiskussion, die in diesem Jahr die Thematik „Social Media“ beleuchtete. Für die Durchführung war insbesondere der Truppenpsychologe des Kommando Feldjäger der Bundeswehr, Dr. Gorzka, zuständig. Unterstützt wurde er von dem mittlerweile in den Ruhestand versetzten Oberst a.D. Busch, der darüber hinaus auch die Moderation der Diskussion in die Hand nahm.
Bei einer Abendveranstaltung mit musikalischem Auftakt durch das Heeresmusikkorps Hannover am Mittwochabend in der OHG Hannover-Bothfeld wurden Oberst a.D. Busch, Oberst a.D. Golz, Oberstleutnant a.D. Angermann, Oberstleutnant a.D. Hempel, Oberstleutnant a.D. Fußhöller und Oberst a.D. Lehmanski offiziell und in einem würdigen Rahmen verabschiedet.
Der Feldjägertag am Donnerstag richtete den Blick auf Tradition, Kameradschaft und Gedenken. In diesem Jahr war Oberst i.G. Reiland vom Bundesamt für Personalwesen der Bundeswehr als Vortragender eingeladen, der mit seinen Ausführungen die Trendwende Personal und die damit verbundenen Herausforderungen und Maßnahmen der Personalgewinnung beleuchtete. Anschließend folgte die Auszeichnung der Lehrgangsbesten der Offizier- und Feldwebellehrgänge des Aufgabenbereichs. Erstmalig wurden in diesem Jahr auch besonders herausragende Soldaten der einzelnen Verbände ausgezeichnet. So konnten sich der Oberstleutnant Thorsten Böer, Hauptmann Christian Graf, Stabsfeldwebel Karsten Weber und Stabsfeldwebel Martin Boehlke über den Bestpreis des Kommandeurs freuen. Aufgrund lehrgangsbedingter Abwesenheit wurde Oberstabsfeldwebel Jörg Weisser sein Bestpreis zu einem späteren Zeitpunkt überrreicht.
Ein besonderes Anliegen des Kommandeurs war es, den Komponisten des Marschs der Feldjäger im Rahmen des Feldjägertags zu ehren. Sigmund Goldhammer hat eigens für die Feldjägertruppe einen Marsch komponiert, welcher die Besonderheiten des Aufgabenbereichs musikalisch betont und dem Aufgabenbereich in allen Facetten gerecht wird. Der im Anschluss abgehaltene Gottesdienst und die Kranzniederlegung unterstrichen den ehrwürdigen Charakter dieses traditionsreichen Tags. Zum Nachmittag hin lud die Kameradschaft der Feldjäger e.V. zum gemütlichen Beisammensein in die Kantine der Hauptfeldwebel-Lagenstein-Kaserne. Gute Resonanz erfuhr auch die Informationsveranstaltung, bei der Interessierte einen Einblick in die Aufträge, Aufgaben und weiteren Entwicklungen gewinnen konnten.
Den Freitag beschloss Oberst Häussler mit einer Zusammenfassung der „Feldjägerwoche“. Er unterstrich den positiven Eindruck, den er bisher vom gesamten unterstellten Bereich gewonnen hat und würdigte die Leistung seines Feldjägercorps. Er vergaß aber auch nicht, auf die vor dem Aufgabenbereich liegenden Herausforderungen und Erwartungshaltungen an die Feldjäger einzugehen. Rundum bot die Woche viel Information, einen Blick „nach vorne“ und Gelegenheit zum regen Austausch und kameradschaftlichen Zusammensein.
 
Text: Janet Radekopp, Hauptmann - Bilder: Kai-Axel Döpke
 

[1] Very High Readiness Joint Task Force


 
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