Gewässerausbildung 4.Kp - Feldjäger

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Gewässerausbildung 4.Kp

Feldjaegertruppe
Erfurt Feldjäger erkunden Wasserwege von Thüringen…

 
Donnerstag, 08:00 Uhr Treffpunkt: Werratal-Kaserne. Stabsfeldwebel Bauer von den Feldjägern aus Erfurt hatte das Ziel „Wasserwandern“ als erlebnisorientiertes Teamtraining für den I. Zug der 4./FJgRgt 3 anzusetzen.
 
Was benötigt man für eine solche Idee? Sanitäter, Rettungsschwimmer, Soldaten und Boote. In unserem Fall waren die Boote fünf 3-Sitzer Kanus. Was benötigt man noch? Einen Wasserweg und dieser konnte im nahen Umfeld durch die Werra eindrucksvoll vorgefunden werden.
 
Die Einstiegstelle lag im thüringischen Wasungen. Der Name war ganz treffend, da das althochdeutsche Wort „Wasen“ = feuchter Rasen bedeutet. Schon beim Einstieg war klar, dass der Tag nicht trocken verlaufen wird. Mit einer 100prozentigen Regenwahrscheinlichkeit für den Tagesverlauf, begannen die Einstiegsvorbereitungen der Kanus mit einsetzendem Regnen. Gegen 08:45 Uhr war es dann soweit: Das erste Kanu startete die 21 km lange Wasserwanderung. Schnell war klar, dass diese Tour nicht für Einzelgänger geeignet war. Zum Einen musste man mit seiner Bootsbesatzung das Gleichgewicht finden und zum Anderen spielte der richtige Takt eine entscheidende Rolle beim Vorankommen. Wenn man das alles beherzigte, blieb einem der Blick auf eine naturbelassene Umgebung. Wirklich still war es zu keinem Zeitpunkt. Entweder hörte man das Eintauchen des Paddels in die Werra oder die belebte Tierwelt im Uferbereich. Apropos Tiere: Eine besondere Beobachtung konnte das erste Boot während der Tour machen. Sie konnten wiederholt Eisvögel wahrnehmen. Dieser Vogel ist meist nur „aufklärbar“ wenn er von einem davonfliegt. Sein unverwechselbares Federkleid besteht aus einem metallisch türkisblaue Rückengefieder und einer rostroten Bauchseite. Er lebt ausschließlich in unmittelbarer Nähe zu klaren, stehenden oder nur langsam fließenden Gewässern mit einem hohen Bestand an kleinen Fischen, die ihm als wichtigste Nahrungsquelle dienen. Genau dieses Umfeld bot die Werra während unseres Reiseverlaufes. Einer Kanubesatzung war es gelungen, die Werra aus ihrer ganzen Nähe kennenzulernen. Zum Glück blieb es bei nur einem feuchtfröhlichen Erlebnis, welches direkt auf die Haut ging. Es gab jedoch einige Stellen auf der Strecke, welche den ganzen Einsatz der Besatzung abverlangte. Oftmals war es die bessere Entscheidung, sich auch mal treiben zu lassen und dem Wasser keine Gegenwehr zu leisten. Auch der Kompaniechef Major Bösche, der es sich nicht nehmen ließ, den gesamten Ausbildungstag mit seinem I. Zug zu verbringen, musste das Kanu kurzeitig verlassen und ein paar Schritte zu Fuß durch die Werra schreiten. Dies war dem teilweise niedrigen Wasserstand der Werra geschuldet. Insgesamt zweimal mussten die Bootbesatzungen das Wasser geplant, für eine Wehrquerung, verlassen.
 
Nach ca. 3,5 h Fahrzeit lag die Ausstiegstelle für die Kanutour in Bachfeld. Von dort aus waren es ein paar Meter bis zum Mittagsessen. Nachdem die Bootsbesatzungen ihre Eindrücke ausgetauscht hatten, wurden die ausgeliehen Kanus zur Werratal-Kaserne verbracht und die Heimreise nach Erfurt angetreten. Ein gelungenes Team Training ging zu Ende.
 
„Was an diesem Tag geboten wurde, war nicht nur eine sehr gute und fordernde Ausbildung, sondern auch für alle Beteiligten eine willkommene Abwechslung zum Dienstalltag.“, fasste Major Bösche den erlebnisreichen Tag zusammen.
 
Einen Dank an dieser Stelle an das Betreuungsbüro der Werratal-Kaserne. Sie haben dieses gelungene Team Building in diesem Umfang mit ermöglicht.

 Text: Lutz Hertel, Hauptmann – Bilder: Attila Rauch, Stabsfeldwebel; Steven Süß, Feldwebel


















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