Ortsverband Hannover
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1.Vorsitzender | Sascha Karau |
2.Vorsitzender | Udo Krause |
Kassenwartin | --- |
Schriftführer | Udo Krause |
Kassenprüfer | ---- |
2025-AUG Der OV Hannover versucht sich mal wieder in Bildung
Am 14. Juli 2025 trafen sich insgesamt 17 Personen in der ehemaligen Prinz-Albrecht-Kaserne im Osten von Hannover, im Stadtteil Bothfeld. Hier hielt uns Manfred Eickmann, ein ehemals hoher Beamter im Kultusministerium, einen ausführlichen Vortrag über die Geschichte der Kaserne, in der nach umfangreichen Umbauten jetzt die FESH, die Freie Evangelische Schule Hannover, in der er auch im Vorstand des Trägervereins sitzt, untergebracht ist. Dazu gehören die Grund-schule (im ehemaligen Casinogebäude) und die Kooperative Gesamtschule mit Oberstufe, in der auch das Abitur erreicht werden kann. Auf dem Gelände gibt es in den ehemaligen Kasernengebäuden auch altengerechte Wohnungen, betreutes Wohnen und diverse soziale Einrichtungen wie die GiB (Gemeinnützige Gesellschaft für integrative Behindertenarbeit). Hier wartete die Tochter von Baldners, die dort arbeitet und erzählte uns, wie die Einrichtung aufgebaut ist und wie viele Menschen dort wohnen. Auch Frau Baldner hat dort einige Jahre gearbeitet. Je eine Hälfte der Turnhalle wird vom Bothfelder Sportverein und von der FESH genutzt. Etliche Arzt-praxen und sonstige Angebote sind dort ebenfalls untergebracht. Während des Vortrages gab es für alle, in etwa zur Hälfte Mitglieder der Kameradschaft, der Rest aus den Kirchengemeinden St. Nathanael und Heilig Geist, Kaffee und Kuchen, alles liebevoll gestaltet von Gabi Eickmann. Anschließend zur besseren Verdauung einen Spaziergang über das weitläufige Kasernengelände (ehemals eine Gärtnerei), das nach dem ehemaligen Preußischen Prinzen Albrecht, geboren 1837 und gestorben 1906 in Hannover, benannt wurde. Die Kaserne wurde nach dem sogenannten Heimatsschutzstil ab Mitte der 1930er Jahre erbaut und im 2. Weltkrieg nicht zerstört, vermutlich auch deshalb, damit die späteren Sieger auch ein Dach über dem Kopf haben, denn nach dem Krieg lebten dort zunächst Amerikaner, dann Engländer und Kanadier. Insgesamt haben wir einen sehr positiven Eindruck erhalten, was man mit großem Engagement erreichen kann. Und auch große staatliche Unterstützung, denn während vergleichbare private Schulen zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen staatliche Zuschüsse in Höhe von 95 % erhalten, freuen sich in Niedersachsen die privaten Träger über 70 %; oft sind es aber nur gut 65 %. Danke, lieber Manfred, für diesen eindrucksvollen Nachmittag! Und nach dem Spaziergang gingen und fuhren alle etwas schlauer nach Hause. Bis zum nächsten Treffen!
Text Joachim M. Wolf
2021-OKT Der OV Hannover geht auf Weltreise
Am 12. Oktober 2021 trafen sich erstmals seit langer Zeit ein knappes Dutzend Mitglieder und Gäste des OV Hannover zu einer gemeinsamen Veranstaltung. Um kurz vor 14:00 Uhr fanden wir uns im Stadtteil List im WOK-Museum ein, dessen Bezeichnung eine Abkürzung darstellt und nur ganz entfernt mit dem asiatischen Kochutensil zusammenhängt: „World of Kitchen“ - Welt der Küchen. Insgesamt 42 Küchen aus vielen Ländern und Erdteilen und auch aus diversen Epochen sind dort ausgestellt. Zunächst haben wir uns aber mit Kaffee und Kuchen gestärkt, bevor es in die zweistündige, äußerst kompetente und abwechslungsreiche Führung ging. Es begann im Mittelalter und zog sich über die verschiedenen Zeiten bis fast in die Gegenwart hin. Die Küchen entstammen aus den verschiedenen Landschaften in Deutschland, von Ostfriesland bis nach Bayern, aber auch aus anderen europäischen Ländern von England bis nach Tirol oder Griechenland und Spanien. Aber auch aus außereuropäischen Ländern stammten die Ausstellungsküchen; nämlich aus Japan, Arabien und sogar aus Argentinien ein herrschaftlich gedeckter Tisch mit edlem Porzellan und passenden handgefertigten Möbeln. Zwischendurch wurden wir immer wieder mit kleinen Snacks, die zwar nicht in den ausgestellten Küchen produziert worden sind, aber thematisch dazu passten, verwöhnt. Am Schluss der Sammlung gab es noch eine Ausstellung in der Ausstellung: Viele Puppenstuben und Kaufmannsläden, teilweise auch schon sehr alt, sowie eine Sammlung von cirka 8.000 Kochbüchern; das Älteste aus dem 18. Jahrhundert. Zum Schluss noch ein Dank an unseren 1. Vorsitzenden, Thomas Dikty, der den Ausflug organisiert hat.

Bild: OStFw Thomas Dikty
Text: Joachim M. Wolf