Stabsarbeit für den Ernstfall
Feldjaegertruppe
Stabsarbeit für den Ernstfall – Das Feldjägerregiment 2 bildet Gefechtsstandarbeit für den Aufgabenbereich aus
Der GÜZ (Gefechtsübungszentrum)-Durchgang 13/2024 machte es notwendig: Voller Fokus auf einen funktionierenden und gut beübten Gefechtsstand für die Military Police Task Force des Feldjägerregiment 2.
Der erste „Wurf“ einer dazu erforderlichen Gefechtsstandordnung hatte sich im August letzten Jahres bewährt, jedoch auch Anpassungs- und Verbesserungsbedarfe aufgezeigt, sodass Überarbeitungen vorgenommen und das Konzept für die Gefechtsstandarbeit in Teilen nochmal deutlich geschärft wurden.
Gemäß Weisung des Kommandeurs Kommando Feldjäger der Bundeswehr obliegt die Federführung der regimentsübergreifenden Ausbildung Landes- und Bündnisverteidigung dem Feldjägerregiment 2. Somit stand der Entschluss des stellvertretenden Regimentskommandeurs, Oberstleutnant Martin J., schnell fest:
Wir brauchen eine Gefechtsstandausbildung für den Aufgabenbereich welche die Kompanie- und Verbandsebene (MP TF) abbildet und beübt sowie Räumlichkeiten zur Umsetzung. Hierzu bot sich sehr schnell die Nutzung des SIRA-Stützpunktes Hammelburg an, die einerseits durch Infastruktur als auch durch ihre Erfahrungen und Expertise sehr guten Support geben konnten. Die Vorbereitung dieser Ausbildung erfolgte durch die 1. und 6. Kompanie sowie durch den Stab FJgRgt 2. Ziel dieser Ausbildung war es unter anderem die gemeinsame Aus- und Weiterbildung auf Gefechtsständen, die gemachten Erfahrungen aus dem GÜZ zu teilen und wesentlich auch die eigene, überarbeitete Gefechtsstandordnung Einsatz nochmal einem Stresstest zu unterziehen.
Nach intensiven Wochen der Vorbereitung war es dann in der 21. Kalenderwoche endlich soweit, rund 60 Angehörige der Feldjägerregimenter, der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr, dem Kommando Feldjäger der Bundeswehr, wie auch externe Vertreter folgten der Einladung und fanden sich am 19. Mai in der, zu einem überdimensionierten Gefechtsstand „umdesignten“, ehemaligen Truppenküche in Hammelburg ein. Auch eine multinationale Delegation des NLD 101 Marechaussee Bataillon begrüßte die Gelegenheit, detaillierte Einblicke in die Gefechtsstandarbeit der Feldjäger zu bekommen.
Nach einer kurzen Einweisung in Ziel und Zweck sowie Ablauf der Ausbildung durch Oberstleutnant J., starteten die Teilnehmenden in eine abwechslungsreiche und sich täglich hinsichtlich der Komplexität steigernden Ausbildung. Im Schwerpunkt ging es dabei um den Aufbau und das Betreiben von Gefechtsständen sowie die inhaltliche Gefechtsstandarbeit. Dazu wurden der Gefechtsstand der Military Police Task Force und der der 6. Kompanie „aufgeklappt“ in die Truppenküche „gelegt“ und Zusammenarbeitsbeziehungen sowie Stabs- und Planungsprozesse dargestellt.
Wertvolle Erfahrungen aus dem GÜZ-Durchgang 2024 konnten dabei sinnvoll in die Ausbildung mit eingebunden werden. So wurde beispielsweise die Bedeutung zweckmäßiger und notwendiger Visualisierung in der Stabsarbeit exemplarisch anhand des „GÜZ-erprobten“ Geländeteppichs als deutlich mobilerer und robusterer Geländesandkasten, dargestellt
Der SIRA Stützpunkt fungierte, als langjähriger Partner des Feldjägerregimentes 2 in Ausbildungsfragen, als fachliche Unterstützung, Ideen- und auch Infrastrukturgeber: so wurde neben der Nutzung der bereits angesprochenen ehemaligen Truppenküche, beispielsweise in den SIRA-Bedienerräumen dargestellt, wie ein Gefechtsstand aussehen kann, wenn er in fester Infrastruktur betrieben wird. Außerhalb der Gebäude wurden sowohl der fahrzeuggestützte Gefechtsstand der Military Police Task Force als auch der mobile Gefechtsstand der 6. Kompanie aufgebaut und betrieben.
Ergänzt wurde der praktische Anteil zudem durch Vorträge, zum Beispiel des Leiters SIRA-Stützpunkt, des S3-Stabsoffiziers Übungszentrum Infanterie, Expertise aus dem EloKaBtl 932 sowie aus der G2 Abteilung des Kdo Heer, die ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen zur
Verfügung stellten. Eindrucksvoll konnte auch der S2 Offizier des Feldjägerregiment 2, die „Lage Rot“ auf einer Ausbildungswiese „ins Gelände“ gelegt für alle „greifbarer“ machen und so sehr gut visualisieren wie der erwartete Feind angreifen wird.
Das durchweg positive Feedback der Teilnehmenden schon während der Ausbildungswoche und auch im Nachhinein bestätigte die Überzeugung des stellvertretenden Regimentskommandeurs, dass auch Gefechtsstandarbeit ausgebildet und beübt werden muss – und, dass diese Woche im Mai 2025 in Hammelburg den Grundstein für aufbauende Ausbildungen in den kommenden Jahren legen wird.
Text: Benjamin B., Hauptmann - Bild: Laura S., Oberleutnant








